15.Juni 2017 (Zorn Gottes und Narzissmus)

    • 15.Juni 2017 (Zorn Gottes und Narzissmus)

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      Zorn Gottes und Narzissmus

      Diese sechs hasst der HERR, und sieben sind seiner Seele ein Gräuel: stolze Augen, eine falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, ein Herz, das böse Pläne schmiedet, Füße, die schnell zum Bösen laufen, ein falscher Zeuge, der Lügen ausspricht, und einer, der Zwietracht sät zwischen Brüdern. (Sprüche 6:16-18)

      Wenn wir von Zauberern und Hexen sprechen, denken wir eigentlich meist an die „Professionellen“, die sich Satan oder bestimmten Dämonen verschrieben haben und von denen ihre Macht bekommen. Und klar, die gibt es, wobei ich die Hexen für weitaus gefährlicher halte, als die Satanisten, wenn sie auch in unseren Breiten eine gesellschaftlicht nicht so starke Entsprechung haben. Was uns hier interessiert, ist Hexerei und Zauberei unter Christen, immer mit Blick auf uns selbst. Damit möchte ich das Thema „Zorn Gottes“ und Narzissmus ein wenig zusammenfassen.

      Auch im Christentum üben narzisstische Menschen grundsätzlich Hexerei aus. Diese Christen leiden unter Minderwertigkeitsgefühlen, weil sie nicht erkannt haben, wer Jesus in ihnen und wer sie in Jesus sind. Natürlich leiden viele Menschen an Minderwertigkeitskomplexen, aber die Narzissten wenden eine ungeheure Kraft auf, um diesen vermeintlichen Komplex zu bekämpfen und zu überspielen, bzw. setzen enorme Kräfte und Zeit frei, um sich ihrer scheinbaren Minderwertigkeit nicht selbst bewusst werden zu müssen. Diese Art der Verdrängung führt sie meist in Unfähigkeit, sich selbst in Wahrheit zu konfrontieren. Sie kämpfen also einen Verdrängungskampf gegen sich selbst und werden dadurch unfähig zu bemerken, wie sehr sie Mitmenschen mit ihrem eigenen inneren Kampf in Mitleidenschaft ziehen und so für eigene Zwecke missbrauchen.

      In ihrem Machtstreben ist alles Taktieren darauf ausgerichtet, sich selbst zu erhöhen. Das einfachste und wirksamste Mittel dazu ist, andere zu erniedrigen. Sie selbst sehen ihre Mitmenschen als minderwertig an, während aber sie sich, als etwas Außergewöhnliches in Betracht ziehen.Natürlich ist so etwas für die Mitmenschen im ersten Moment gar nicht ersichtlich, weil sie getäuscht werden. Narzisstische Menschen können einzigartige Offenheit, Coolness, Lob, usw. ausstrahlen, Eigenschaften, die viele Leute wie Fliegen in eine Klebefalle locken. Opfer von Narzissten merken im ersten Moment kaum, wie sie nur ausgenützt und als nichtig behandelt werden. Deshalb geschieht soviel Missbrauch in den Gemeinden, weil eine große Anzahl der Leiter eben solche narzisstischen Persönlichkeiten sind.

      In alldem, erkennen wir hier wiederum deutlich die Eigenschaften von Hexerei. Also zuerst Mitmenschen verzaubern und dann zur eigenen egoistischen Verherrlichung zu missbrauchen. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass gerade Narzissten sich am liebsten der Hexerei bedienen. Sie wollen keine Grenze kennen, um sich selbst über alle zu erheben und andere niedrig zu halten. Kommt jedoch dann ein vernünftiger Mensch auf die Fährte eines Narzissten, so wird es für diesen Entdecker mal wirklich gefährlich. Ein Narzisst kann nämlich keine Kritik ertragen und sieht Kritik als eine Bedrohung an. Man bezeichnet das in unseren Gemeinden als Loyalität und schreit bei jeder noch so kleinen Kritik „Taste den Gesalbten des Herrn nicht an“. Narzissten werden jeden bekämpfen, der ihre überrissene und selbstherrliche Position (zu Recht) in Frage zu stellen wagt.

      Narzissten sind auch die geborenen Kämpfer! Sie sind schlussendlich ruhelos im stetigen Kampf mit sich selbst. Sie kennen keine Grenzen und sind geübt, Strategien auszubrüten um ihre Position zu halten oder noch besser, erhöhen zu können. Darum, wer sich mit Narzissten anlegt, wird professionelle Diskriminierungen, Mobbing und schlimmste Verleumdung unweigerlich empfangen, wie es viele Christen in ihren Gemeinden immer wieder erleben mussten und müssen.

      Narzissten sehen sich für hohe Ansprüche berechtigt. Sie missbrauchen andere Menschen um sich selbst, in diesem Gegenüber widerspiegeln zu können und zeigen dabei wenig bis gar kein Einfühlungsvermögen. So kommt es nicht von ungefähr, dass die Fehler welche Narzissten stetig im Gegenüber sehen, eigentlich ihre eigenen Fehler sind. Sie projizieren sich selbst in andere Menschen. Sie missbrauchen solche Menschen um sich selbst erhöhen zu können und fühlen sich darin bestens bestätigt und im Recht! Im realen Spiegel sehen sie sich selbstverliebt an und schieben all ihre eigenen Fehler anderen Menschen unter.

      Wenn Narzissten merken, dass ein Gegenüber bessere Eigenschaften oder größeres Potential hat als sie selbst, machen sie diesen Gegenüber am liebsten zur Marionette. Sie wollen ihren Gegenüber gefangen nehmen und manipulieren um sich dessen Fähigkeiten einzuverleiben oder diese wenigstens zu ihrem eigenen Nutzen lenken zu können. So gleichen sie Spinnen, die ihre Opfer einwickeln, um sie letztendlich auszusaugen.

      Jeder müsste sich eigentlich eingestehen, wie abscheulich dieses narzisstische Verhalten ist! Ein solches Verhalten müsste bestraft werden und kann mit der Lebensweise von Jesus Christus und seinem Gebot der Liebe niemals in Einklang kommen. Trotzdem ist leider auch das Christentum voller Narzissten! Menschen die auf Kosten anderer sich selbst erhöhen, dass viele sogar meinen, einen ganz speziellen Sessel Gott gegenüber beanspruchen zu können. Selbst die Jünger Jesus haben schon um den ersten und besten Platz gestritten, wo doch Jesus lehrte, dass der Größte aller Diener sein muss.

      Narzissmus ist das Grundübel des Sündenfalls. Es ist der stetige Kampf um den besten Platz! Bei all diesem Kampf um den besten und höchsten Platz und der pseudochristlichen Verwirklichung des „ich selbst“ steht die berechtigte Frage im Raum, wer denn mit diesem Wettkampf angefangen hat? Wer legte den Grundstein dieses Übels? Natürlich Satan! Wollte doch dieser sich erhöhen und erhöht werden, gleich und sogar höher als seinen Schöpfer selbst sein! Wo ist Satan damit hingekommen? Er wurde aus den Himmel geworfen und wie bei Narzissten so üblich, vermochte dieser viele Mitläufer mit ins Verderben ziehen. Was der heutige Teufel noch kann und darf, ist den Menschen prüfen und verführen. Der Mensch hat schlussendlich die freie Wahl zu entscheiden, wem er dienen will. Sich selbst, oder dem HERRN?

      Aber anstatt Narzissten unten zu halten oder sogar einzusperren, sind heutzutage gerade Narzissten auch im christlichen Lager gesuchte Führungskräfte. Diese sind im ersten Moment dazu scheinbar auch bestens in der Lage. Sie sind Meister etwas vorzumachen das sie in Wirklichkeit gar nicht sind; geschweige denn können. Als Leiter sind sie in der exzellenten Lage, sich skrupellos durchsetzen zu können, auf Kosten der Mitarbeiter. Ihre Risikobereitschaft und die Fähigkeiten die Sache aus ungewohnten Gegebenheiten anzugehen, machen sie zu gelobten Unternehmerstrategen.Leider hat dies schon x – Milliarden Gelder einfach so vernichtet und viele erfolgreiche Firmen, wie auch Gemeinden in den Untergang getrieben.

      Fazit: Hexen und Narzissten sind alles in allem eng verbündete, sie kennen keine Grenzen und kämpfen allein um ihren eigenen Vorteil! Natürlich wird das fromm vertuscht, indem man eigene Bestrebungen als Auftrag des Heiligen Geistes deklariert. Der Antichrist, wie könnte es anders sein, kann nur die Krönung des Narzissmus und schlussendlich der Hexerei sein. Dieser wird der König sein, der es vermag, fast die ganze Menschheit zu seinem Gunsten und Vorteil zu verhexen und schlussendlich zu verfeuern. Der Antichrist tut dies alles zu seiner eigenen Verherrlichung. Darum wird dieser höchste Narzisst, Anbetung von allen verlangen. Er will ja sein wie Gott, und natürlich noch viel mehr!

      Im fortgeschrittenen Stadium kann nun der aufmerksame Beobachter die maßlose Arroganz erkennen, die hinter einer demütigen, scheinheiligen Maske ihr Netz knüpft. Alles, was Jesus den Pharisäern sagen musste, würde er diesen Christen sagen, wenn sie auf ihn hören könnten. Inklusive der sieben „Wehe euch“. Diese narzisstische Arroganz bildet eine Decke über diesen Menschen, so dass sie nur noch oberflächlich bis gar nicht mehr in wirkliche Buße finden können. Paulus schrieb darüber bezüglich der religiösen Juden, deren Arroganz ihre Errettung selbst bewirken will, weshalb sie Jesus ablehnen. Das tun zwar die christlichen Narzissten nicht, aber im Aufstellen von Ordnungen und Geboten, an die sich die anderen zu halten haben, sind sie Weltmeister, was meist von einem Abdriften in geistliche Gesetzlichkeit begleitet wird, wo Gnade nur noch gepredigt, aber nicht (mehr) praktiziert wird.

      Deshalb achtet auf euer Herz. Lasst es immer wieder vom Heiligen Geist durchleuchten und habt ein Augenmerk auf diese narzisstischen Tendenzen bei euch selbst, wie auch ich bei mir, denn eins dürfte sicher sein: Hexen, Zauberer und Narzissten werden wir im Neuen Jerusalem vergeblich suchen.

      „Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.“ (Offenbarung 22:15)

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