23.März 2017 (Geburtshelfer der Braut)

    • 23.März 2017 (Geburtshelfer der Braut)

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      Geburtshelfer der Braut


      Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt.“ (Johannes 3:29)

      Die Braut, das haben wir wohl erkennen können, wird aus allen Wiedergeborenen (Heiden wie Juden) gebildet und besteht aus Wesen ohne Fleisch und Blut, also Geistern oder Geistern mit einem sogenannten feinstofflichen Astralleib, wie ihn Jesus nach seiner Auferstehung hatte, denn Fleisch und Blut kann das Reich Gottes nicht erben, also kein Bürgerrecht im Neuen Jerusalem haben:

      „Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.“ (1.Korinther 15:50)

      Vergessen wir dabei nicht, dass wir alle (unsterbliche) Geister in einem (sterblichen) Körper sind. Solange wir im Fleisch hier auf der Erde sind, bilden wir Wiedergeborenen (Heiden und Juden) die Gemeinde Jesu, die Ecclesia und stellen auch noch nicht die Braut des Bräutigams Jesus dar, sondern wir sind die Glieder seines Leibes und er das Haupt:

      „Denn wie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl viele, ein Leib sind: so auch der Christus. Denn in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib; gehört er deswegen nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib; gehört es deswegen nicht zum Leib? Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo wäre das Gehör? Wenn ganz Gehör, wo der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder bestimmt, jedes einzelne von ihnen am Leib, wie er wollte. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo wäre der Leib? Nun aber sind zwar viele Glieder, aber ein Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht; oder wieder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht. Sondern gerade die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, sind notwendig; und die uns die weniger ehrbaren am Leib zu sein scheinen, die umgeben wir mit größerer Ehre; und unsere nichtanständigen haben größere Anständigkeit; unsere anständigen aber brauchen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dabei dem Mangelhafteren größere Ehre gegeben, damit keine Spaltung im Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander hätten. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; oder wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder.“ (1.Korinther 12:12-27)

      „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.“ (Kolosser 1:18)

      Johannes der Täufer bezeichnete sich als Freund des Bräutigams. Damit tritt er in die Fußstapfen der Glaubenshelden, Abraham und Mose, die in der Bibel beide ebenfalls als Freunde Gottes bezeichnet werden:

      „Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ein Freund Gottes genannt.“ (Jakobus 2:23)

      „Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; und er kehrte wieder ins Lager zurück.“ (2.Mose 33:11)

      Durch Abraham, den Freund, wurde der Bund der Verheißung aufgerichtet, durch Mose, den Freund, wurde das reale Volk Israel in den Alten Bund am Sinai integriert und durch Johannes den Täufer, den Freund, wurde der Weg geebnet für den Neuen Bund im Blute Jesu, geschlossen mit dem geistlichen Volk Israel, den Wiedergeborenen, der Ekklesia, der wahren Braut. So gesehen sind diese drei „Freunde“ quasi die Geburtshelfer der Braut:

      „Gleichwie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit angerechnet wurde, so erkennt auch: Die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Kinder. Da es nun die Schrift voraussah, das Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im voraus das Evangelium verkündigt: »In dir sollen alle Völker gesegnet werden«. So werden nun die, welche aus Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.“ (Galater 3:6-9)

      Mose war der Mittler zwischen Gott und dem Volk Israel, so wie Jesus der Mittler zwischen allen Menschen und Gott ist und auf ihn wies Mose bereits hin, als er sagte:

      „Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern; auf ihn sollst du hören!“ (5.Mose 18:15)

      Auf diesen „Propheten“ bezieht sich auch der Prophet Johannes der Täufer, allerdings hat er als letzter Wegbereiter eine wesentlich klarere Sicht auf Jesus, er hatte ihn ja real, wie auch geistlich vor Augen, wenn er sagte:

      „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Das ist der, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar würde, darum bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen.“ (Johannes 1:29-31)

      Der Bräutigam Jesus nun präzisierte diese Aussage „ nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist“, indem er den Bogen der Heilsgeschichte Gottes, die für die Juden mit Abraham beginnt, weit über Abraham hinaus spannt:

      „Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich!“ (Johannes 8:58)

      Wir sehen also, dass Abraham nicht nur der (leibliche) Vater des Volkes Israel ist, er ist auch der geistliche Vater der Gläubigen (Wiedergeborenen) heute. Anhand der Verheißung Abrahams wird in Römer 4:13-25 bewiesen, dass nicht das Gesetz des Mose zur Gerechtigkeit führt, sondern der Glauben an Gott. In den letzten Versen dieses Kapitels wird der Glauben genauer beschrieben, dass wir nämlich an den dreieinen Gott glauben, der seinen Sohn Jesus, also sich selbst hingegeben hat, damit wir durch seinen stellvertretenden Tod von dem Gericht freigesprochen werden konnten. Im Originaltext:

      „Es steht aber nicht allein um seinetwillen [Abrahams]geschrieben, dass es ihm angerechnet worden ist, sondern auch um unsertwillen, denen es angerechnet werden soll, wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat, ihn, der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist.“ (Römer 4:23-25)


      Wer dies heute tut und das Werk Jesu als Werk Gottes für sich annimmt, wird gerettet und ein Teil der Braut, des geistlichen Jerusalem. Nicht mehr den Juden allein, sondern allen Menschen auf der ganzen Erde ist der Weg zu der Herrlichkeit und den Segnungen Gottes geöffnet, und zwar durch Jesus Christus, der als Mensch ein direkter Nachkomme Abrahams war. als Gott allerdings Ewigkeiten vor Abraham bereits existiert hatte.

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