22.März 2017 (Das Neue Jerusalem und die Braut)

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    • 22.März 2017 (Das Neue Jerusalem und die Braut)

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      Das Neue Jerusalem und die Braut


      Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!" (Offenbarung 22:17)


      Dass dieses „Neue Jerusalem“ mit der Braut des Lammes identisch ist, ist uns sicherlich unbestritten anhand der gestern studierten Bibelstellen klar geworden, aber trotzdem bleibt die Frage offen, von welchen Menschen oder Geistern dieses neue Jerusalem bewohnt sein wird, denn der Name Neues Jerusalem steht ja nicht nur für die vom Himmel kommende Stadt, sondern in erster Linie für deren Bewohner.

      Die katholische Kirche lehrt hierzu völlig unbiblisch, dass Maria die Braut des Heiligen Geistes sei, obwohl nirgends in der Bibel steht, dass der Heilige Geist eine Braut hätte. Sie bezieht sich dabei auf Offenbarung 22:17 und ich möchte dazu hier den katholischen Dipl. Theologen Roland Hoffmann zitieren:

      Wir nennen Maria Braut des Heiligen Geistes und sie trägt diesen Titel zurecht. An vielen Stationen ihres Lebens offenbart sich die enge Verbindung zwischen ihr und der dritten göttlichen Person. In der Heiligen Schrift ist nicht oft von Maria die Rede, aber wenn wir ihr dort begegnen, dann an den entscheidenden Wendepunkten, die bis heute die Geschichte der Welt bestimmen. Immer zeigt sich, wie Maria sich hier ganz führen lässt vom Heiligen Geist. Er wirkt die Gnade Gottes in ihr und zeigt ihr den rechten Weg...Maria, die schon ganz vom Heiligen Geist erfüllt ist, erlebt mit den Jüngern Jesu das Pfingstfest. Sie darf sich darüber freuen, dass auch sie nun ganz vom Heiligen Geist erfüllt sind. Dann wird es still um Maria. Erst von ihrem Tod und ihrer Aufnahme in den Himmel erfahren wir wieder, wenn auch nur aus der Legende. In der Himmelfahrt Mariens erfüllt sich das, was sie in ihrem Leben gelebt hat. Sie darf nun ganz bei ihrem Sohn sein und ich denke wir gehen nicht fehl, wenn wir in der Himmelfahrt Mariens auch ihre himmlische Vermählung mit dem Heiligen Geist sehen...Als Braut des Heiligen Geistes ist Maria auch Sitz der Weisheit Gottes...Maria hat vieles von ihrem Sohn, in dem die Weisheit Gottes Mensch geworden ist, gelernt. Doch auch Christus, der als Sohn Mariens ganz Mensch geworden ist, hat vieles von seiner Mutter gelernt. Gott, der die Fülle der Weisheit ist, begibt sich ganz in die Schule der Menschen...Begeben auch wir uns in die Schule Mariens. Die Muttergottes kann auch uns den Weg des Lebens lehren. Kommen wir mit unseren Fragen zu ihr, wenn wir nicht wissen, wie wir uns entscheiden sollen, wenn wir nicht wissen, wie es weiter gehen soll in unserem Leben. Vertrauen wir ihr unseren Lebensweg an und bitten sie darum, dass sie uns die Weisheit schenke, die rechten Entscheidungen zu treffen und das zu tun, was Gott von uns möchte.

      Ich hoffe, dass wir alle erkennen können, wie hier völlig unbiblisch argumentiert wird und die Katholiken so in Götzendienst (Hurerei) getrieben werden. Die Ehre, die Jesus zusteht wird ihm gestohlen und Maria gegeben. Sowas kann nie und nimmer vom Heiligen Geist geleitet sein, auch wenn sich dieser unreine katholische Geist so bezeichnet. Es ist derselbe Geist, der das Volk Israel in Hurerei führte und der in Isebell seine personifizierte Entsprechung fand. Es ist auch kein Wunder, dass eben dieser Geist, der die orthodoxen Juden (Israeliten) in Zauberei und Okkultismus leitete und immer tiefer leitet sich dieser ebenso stolzen, „einzig wahren Kirche Christi“, wie Papst Benedikt aufs Neue betonte (Erklärung „Dominus Jesus“ aus dem Jahre 2000), unter dem Decknamen „Heiliger Geist“ bemächtigen konnte, ist sie doch ein geistlicher Ableger des orthodoxen Judentums. So betrachtet bildet sie einen Teil Babylons, auch wenn sie nicht Babylon per se ist.

      Ebenfalls falsch, besser gesagt halbwahr, ist die Lehre in großen Teilen der protestantischen Szene, dass nämlich die gläubigen Heiden diese Braut an Stelle der Juden bilden, einige davon sind der Meinung, dass nur Mitglieder ihrer eigenen Denomination die Braut bilden würden, aber ich denke dass jeder hier weiß, dass diese „Erkenntnis“ die Auswirkung eines sektiererischen Geistes ist. Lassen wir uns da lieber von den Aposteln lehren.

      „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist; auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung [geschieht] am Herzen, im Geist [oder „durch den Geist“], nicht dem Buchstaben nach. Seine Anerkennung kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.“ (Römer 2:28+29)

      Der Apostel Paulus macht das wahre „Jude-sein“ von der Beschneidung des Herzens abhängig. Für das fleischliche Israel, das damals wie heute, nicht an die Erfüllung der göttlichen Verheißungen in Jesus Christus glaubt, gibt es keinen anderen zusätzlichen Heilsweg von der Abstammung her. Die alttestamentlichen Verheißungen erfüllen sich an und in Jesus Christus und nicht an ihm vorbei! Der Glaube an Jesus als an den Gottessohn und Christus, als den Heiland und Retter für alle Völker, vermittelt die Zugehörigkeit zum Volk Gottes. Er sagt damit mit anderen Worten genau dasselbe, was auch Jesus gesagt hatte (Matthäus 20:43; Johannes 8:39-44; Matthäus 8:10+11), indem er unmissverständlich feststelle:

      „Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muss ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.“ (Johannes 10:16)

      Der Apostel Paulus macht das Geschehen in seinem Brief an die Römer, Kapitel 11, ab Vers 16 an einem Bild klar. Israel, das geistliche Volk Gottes, ist vergleichbar einem kultivierten Ölbaum. Seine Wurzel ist heilig, denn sie ist die Erwählung, Gabe und Verheißung Gottes, der Stamm ist der ewige Heilsplan Gottes. Durch diese Wurzel sind die Zweige des Ölbaumes geheiligt. Die Zweige der Unfruchtbarkeit und des Unglaubens aber wurden herausgebrochen (Scheidebrief) und andererseits etliche wilde Ölzweige eingepfropft. - Die Mehrzahl der Juden hat die Verheißung und Erfüllung in Jesus Christus nicht geglaubt und ihn verworfen. Sie wurden als Zweige herausgebrochen. Aber Menschen aus den Heidenvölkern haben sich durch das Zeugnis des nicht herausgebrochenen Überrests (den Jüngern) Jesus Christus im Glauben ergeben und so Gottes Verheißungen an Israel erlangt. Durch ihren Christus-Glauben sind sie Glieder des Volkes Gottes, des geistlichen Volkes des neuen Bundes, also der Braut geworden, genauso wie die Juden, die zum Glauben an Jesus Christus gekommen waren.

      Wie viele wilde Ölzweige (Heiden) durch den Glauben noch eingepfropft oder auch wegen ihres zwischenzeitlich eingetretenen Unglaubens wieder herausgebrochen werden, liegt im verborgenen Ratschluss Gottes. Und ebenso entscheidet Gott, wie viele Nachkommen der einmal herausgebrochenen natürlichen Ölzweige (Juden) durch den Glauben an Jesus Christus wieder eingepfropft werden. Durch die Zeiten hindurch und auch am Ende steht da nur der eine Ölbaum – das eine Volk Gottes - mit seiner göttlichen Wurzel und seinen Zweigen aus den Juden und den Heidenvölkern. „So - auf diese Weise - wird ganz Israel gerettet werden,“ lehrt Paulus (Römer 11:26). Auch diese Aussage sehe ich auf Grund des Kontextes auf das geistliche Israel bezogen, auf die Braut Jesu, die Erben der Herrlichkeit und Bürger des Neuen Jerusalems, alle Wiedergeborenen, Heiden wie auch Juden.

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