21.März 2017 (Die Bibel und die neue Braut)

    • 21.März 2017 (Die Bibel und die neue Braut)

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      Die Bibel und die neue Braut


      „Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein...“ (Jeremia 31:33)


      Wenn man das so liest, scheint klar zu sein, wer die neue Braut ist, nämlich die alte, also das Haus Israel, das Volk aus dem verheißenen Samen Abrahams. Darüber sind sich die orthodoxen jüdischen Rabbis ausnahmsweise mal einig.Wer der Bräutigam ist, darüber auch. Für die Juden ist es ihr Gott, dessen Namen sie nicht aussprechen dürfen.

      Für uns wiedergeborene Christen hingegen ist hier die Aussage Johannes des Täufers klar und unmissverständlich: „Wer die Braut hat, ist der Bräutigam“ (Johannes 3:29) und diese Aussage war auf Grund des Kontexts eindeutig auf Jesus bezogen. Diese Aussage wird auch von den Bibelstellen über die Braut in der Offenbarung bestätigt, die ich hier kurz auflisten möchte, denn erstaunlicherweise gibt es insgesamt nur fünf Bibelstellen im Neuen Testament, die das Wort „Braut“ verwenden, also außer der Aussage Johannes des Täufers noch vier weitere, und die stehen alle in der Offenbarung:

      „und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen, und die Stimme des Bräutigams und der Braut nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde, denn durch deine Zauberei wurden alle Völker [eigentlich Heidenvölker] verführt.“ (Offenbarung 18:23)

      Die Bibel spricht hier über die Zukunft von Babylon, der großen Hure, durch deren Zauberei alle Heidenvölker verführt werden und für mich ist eindeutig, dass hier Jerusalem gemeint ist als Oberbegriff für das Haus Israel, die Ex-Ehefrau Gottes, die den Scheidebrief Gottes bis heute ignoriert. Dafür spricht auch Vers 7, worin steht

      „In dem Maß, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gebt ihr nun Qual und Leid! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen!“

      Dafür spricht auch der Vers 20:

      „Freut euch über sie, du Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten; denn Gott hat euch an ihr gerächt!“

      Wer hat denn die Apostel und Propheten umgebracht, deren Ermordung hier gerächt werden soll?

      „Und in ihr [Babylon] wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden und aller derer, die hingeschlachtet worden sind auf Erden.“ (Vers 24)

      Lesen wir, was Jesus diesbezüglich den Pharisäern stellvertretend für die Juden in Jerusalem sagte:

      „[ihr] sagt: Hätten wir in den Tagen unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht. So gebt ihr ja euch selbst das Zeugnis, daß ihr Söhne der Prophetenmörder seid. Ja, macht ihr nur das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen! Ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr dem Gericht der Hölle entgehen? Siehe, darum sende ich zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen, und etliche werdet ihr in euren Synagogen geißeln und sie verfolgen von einer Stadt zur anderen, damit über euch alles gerechte Blut kommt, das auf Erden vergossen worden ist, vom Blut Abels, des Gerechten, bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altar getötet habt. Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht kommen!“ (Matthäus 23:30-36)

      Und bereits kurz vorher musste er ihnen sagen:

      „Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk [eigentlich „Heidenvolk“] gegeben werden, das dessen Früchte bringt. Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen. Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, daß er von ihnen redete. Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksmenge, weil sie ihn für einen Propheten hielt.“ ( Matthäus 21:42-46)

      Wenn wir diese Bibelstellen gemeinsam betrachten und miteinander vergleichen, wird klar, dass die Unzucht (Götzendienst, Zauberei) nach dem Scheidebrief auf den Kopf dieses Hauses Israel zurückfiel, sie also da nicht rauskamen, sondern sich immer tiefer in Okkultismus verstrickt haben, wobei der Gipfel dieser satanischen Einflüsse noch nicht erreicht ist, von dem wir in der Offenbarung lesen:

      „Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel.“ (Offenbarung 18:2)

      Anhand des Neuen Testaments können wir also unzweifelhaft erkennen, dass das Haus Israel als leibliche Nachkommen Abrahams diese Braut nicht sein kann. Das sagte auch Johannes der Täufer, als er sagte:

      „So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind! Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist aber auch schon die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Jeder Baum nun, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!“ (Lukas 3:8+9)

      Aber eine Bestätigung, dass diese Abrahamnachkommen nicht die Braut Jesu sein werden finden wir auch im Alten Testament:

      „Wenn jemand eine Frau nimmt und sie heiratet, und sie findet nicht Gnade vor seinen Augen, weil er etwas Schändliches an ihr gefunden hat, und er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Haus entläßt, und sie verläßt dann sein Haus und geht hin und wird [die Ehefrau] eines anderen Mannes, aber der andere Mann verschmäht sie und schreibt ihr [auch] einen Scheidebrief und gibt ihn ihr in die Hand und entläßt sie aus seinem Haus; oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hatte, so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht nochmals zur Frau nehmen, nachdem sie verunreinigt worden ist; denn das wäre ein Greuel vor dem Herrn; und du sollst das Land nicht mit Sünde beflecken, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gibt.“ (5.Mose 21:1-4)

      Es war den Israelis demnach verboten, die Frau, von der sie sich geschieden hatten später aufs Neue zu heiraten und dieses Gebot kam von Gott und Gott bricht seine eigenen Gebote nicht, denn sie sind Ausdruck seiner Gerechtigkeit. Auch diese Stelle verbietet also eindeutig die Mutmaßung, dass Gott seine verstoßene Ehefrau, das real existierende Volk oder Haus Israel erneut zur Braut nehmen wird. Gehn wir zu den nächsten „Brautbibelstellen“:

      „Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.“ (Offenbarung 21:2)

      Aha. Diese Braut ist also eine Stadt. Und zwar keine von Menschenhand gebaute Stadt, sondern eine von Gott gebaute, anders gesagt keine aus dem Fleisch sondern aus dem Geist Gottes geborene Braut, die nicht auf Erden entstanden ist, sondern im Himmel gebaut worden war. Das bestätigt uns auch die nächste Bibelstelle:

      „Und es kam zu mir einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau, die Braut des Lammes, zeigen! Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam, welche die Herrlichkeit Gottes hat...“ (Offenbarung 21:9-11)

      Die letzte Bibelstelle über „die Braut“:

      „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst“ (Offenbarung 22:17)

      Der Geist ist der Brautführer, derjenige, der die Braut dem Bräutigam zuführt. Das bedeutet, dass die Braut sich von diesem Heiligen Geist zum Bräutigam leiten lässt. Dieses „Komm“ rufen beide, Der Geist und die Braut, all denen zu, die sich nicht oder noch nicht zu Jesus führen lassen, der dieses Wasser des Lebens ist, wie er selbst der Frau am Jakobsbrunnen gesagt hatte:

      „Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ (Johannes 4:13+14)
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