14.März 2017 (Hat Jesus getauft?)

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    • 14.März 2017 (Hat Jesus getauft?)

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      Hat Jesus getauft?


      Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa, und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. (Johannes 3:22)

      Als nun der Herr erfuhr, dass die Pharisäer gehört hatten, dass Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johannes - obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jünger - , da verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa. (Johannes 4:1-3)

      Zwei Verse, die Anlass zu der Annahme geben, dass sich die Bibel widerspreche. Ja wie nun, hat er getauft oder hat er nicht getauft? Um das wirklich beantworten zu können, halten wir uns am besten erstmal vor Augen, dass sich auch Jesus von Johannes taufen ließ. Warum? Jesus selbst gibt die Antwort, nachdem Johannes zuerst nicht wollte:

      „Lass es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen!“ (Matthäus 3:15)

      Was ist „alle Gerechtigkeit“? Es ist der Wille dessen, der die Gerechtigkeit ist, sie geistlich zu 100% verkörpert, und das ist Gott. Die Taufe, wobei Johannes die Täuflinge im Jordan untertauchte, war ein Zeichen der Buße über all die Dinge, die dem gerechten Willen Gottes nicht entsprachen und das nennt die Bibel „metanoia“, auf deutsch Buße, Umdenken oder Sinnesänderung und hatte nichts mit Namensgebung zu tun, denn das war ja bereits bei der Darbringung der Säuglinge im Tempel geschehen. Aber Jesus, der ebenfalls als Kind dargebracht worden war (Lukas 2:22-24), musste seinen Denksinn nicht ändern, denn er war ja ohne Schuld und beständig im Willen Gottes. Seine Taufe war eine Taufe in seinen Tod, denn sein Tod zur Errettung der Menschen war ja im Heilsplan Gottes vorgesehen. Er bezeugte mit seiner Taufe, dass er dem Willen Gottes treu bis in seinen grausamen Tod sein werde. Dieses Taufversprechen erfüllte er 3 Jahre später auf Golgatha und konnte so sagen: „Es ist vollbracht“. Dieser Tod und die anschließende Himmelfahrt setzte die in Joel 3:1 bereits verheißene Ausgießung des Heiligen Geistes über alles Fleisch frei (Johannes 16:7), was am Pfingstfest dann geschehen war:

      „Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.“ (Apostelgeschichte 2:1-4)

      Dieses Ereignis war der Beginn eines neuen Zeitalters, das wir Neues Testament nennen. Jesus lebte im Alten Testament in dem alten, mit Abraham geschlossenen Bund, auch wenn wir die Evangelien über ihn in der Bibel im 2. Teil, dem Neuen Testament finden, denn nur dadurch, dass er als Mensch alle Forderungen des Alten Bundes erfüllte, konnte er das Opfer selbst werden, das den Neuen Bund aufgerichtet hatte. Das hatte auch schon Johannes der Täufer erkannt, als er ausrief:

      „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt [oder trägt]!“ (Johannes 1:29)

      Diese Bezeichnung Jesu Christi bezieht sich auf das Opferlamm, das eine wichtige Rolle in den Opfern des AT spielte (1.Mose 4:4; 2.Mose 12:3-11; 13:13; 29:38; 3.Mose 14:10-18; Jesaja 53:7). Und er sagte weiter über Jesus:

      „Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht würdig, ihm seinen Schuhriemen zu lösen; der wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen.“ (Lukas 3:16)

      Dies geschah global an Pfingsten und geschieht persönlich, wenn ein bußfertiger, umkehr- und nachfolgewilliger Sünder in den Tod Jesu getauft wird und das konnte logischer Weise erst nach seinem Tod geschehen. Die Taufe Jesu geschieht vom Himmel (von oben) aus. Dazu folgende Begebenheit in der Apostelgeschichte:

      „Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, dass Paulus, nachdem er die höhergelegenen Gebiete durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er einige Jünger fand, sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie aber antworteten ihm: Wir haben nicht einmal gehört, dass der Heilige Geist da ist! Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes. Da sprach Paulus: Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.“ (Apostelgeschichte 19:1-6)

      Paulus redete hier nicht mit Ungläubigen, sondern mit getauften Jüngern. Sie waren von Apollo mit dieser Taufe des Johannes als Zeichen ihrer Buße getauft worden (Apostelgeschichte 4:25). Aber Paulus merkte wohl, dass ihnen irgendetwas fehlte und so erkundigte er sich nach dem Garant dafür, dass sie wiedergeboren sind, dem Heiligen Geist: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Als diese das verneinten, wusste er, dass die Taufe Jesu vom Himmel aus, mit Feuer und Heiligem Geist, nicht geschehen war, dass sie also bekehrt, aber noch nicht wiedergeboren waren. Er lehrte sie daraufhin über diese Taufe und taufte sie noch einmal, diesmal auf den Namen - also in den Tod - Jesu und diesmal wurde diese Taufe vom Himmel her bestätigt, indem sie den Heiligen Geist empfingen. Paulus hat also nicht durch Handauflegung den Heiligen Geist in diese Menschen übertragen, damit segnete er nur die Täuflinge, sondern das geschah einzig und allein durch die Taufe in den Tod Jesu, denn kein Mensch kann den in ihm wohnenden heiligen Geist durch Handauflegung zwingen, in den anderen zu kommen, das ist eine Irrlehre, denn der heilige Geist ist Gott und den können wir niemals in irgend jemanden hineindrücken. Es ist allein die persönliche und willentliche Identifizierung mit dem Tod Jesu, so wie Jesus sich am Kreuz mit uns und unserer Sünde identifiziert hat, die in Verbindung mit Buße bewirkt, dass der heilige Geist in uns kommt und wir wiedergeboren werden.

      „Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.“ (Johannes 3:8)

      Deshalb hat Jesus als Mensch auf Erden nicht getauft, es waren seine Jünger, die das in seinem Auftrag taten und diese tauften mit der Taufe des Johannes, denn Jesus war ja noch nicht gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren.

      „...Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Römer 6:3-4)

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