9.März 2017 (Wieso sollen wir an einen Namen glauben?)

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    • 9.März 2017 (Wieso sollen wir an einen Namen glauben?)

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      Wieso sollen wir an einen Namen glauben?


      Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen [völlig mit dem Vater identischen] Sohnes Gottes geglaubt hat. (Johannes 3:17+18)

      Im Gegensatz zu heute gab man in biblischen Zeiten den Kindern ihren Namen nicht, weil diese Namen cool oder schick oder angesagt waren, sondern die Eltern legten mit der Namensgebung prophetisch etwas auf das Leben der Kinder. Sie wussten, dass diese Namensgebung bedeutet, dass die Kinder unter der Autorität der Eltern standen, also derjenige, der den Namen gab, hatte Autorität über denjenigen, der den Namen empfing. Das sehen wir bereits bei Adam, dessen Auftrag war, über die Schöpfung zu herrschen (1.Mose 1:26), der diesen Auftrag annahm, indem er den Pflanzen und Tieren Namen gab:

      „Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.“ (1.Mose 2:19).

      Es gibt mehr als 100 Beispiele dafür in der Bibel, die das bestätigen und es ist auch für mich immer wieder interessant, wie sich die Bedeutung ihres Namens im Leben von vielen biblischen Personen bestätigte. So bedeutet der Name „Aaron“ z.B. „der Erleuchtete“ und tatsächlich wurde er zum 1.Hohepriester Israels. Der Name „Mose“ bedeutet „der aus dem Wasser Gezogene“ und wurde ihm aufgrund der Umstände gegeben, dass ihn seine Mutter in einem Schilfkörbchen auf dem Nil aussetzen musste, aber geistlich gesehen bedeutete das, dass er aus dem Wasser (steht für Volk, Völkerscharen) herausgerufen worden ist, was sich bestätigte, als er das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft herausgeführt hatte und so zum Führer dieses Volkes wurde. Lange Zeit vorher nannte Isaak seinen Sohn „Jakob“ und das bedeutet „Fersenhalter“, was auf der Tatsache beruhte, dass er bei der Geburt die Ferse seines Zwillingsbruders Esau hielt. Trotzdem hatte das prophetische Bedeutung für sein Leben, denn umgangssprachlich bedeutete „Fersenhalter“ „Überlister“ und diesen Lebensstil pflegte er bis zu seinem Erlebnis am Jabokfluss. Seinen Lieblingssohn nannte Jakob „Joseph“, was bedeutet „Gott fügt hinzu“ und tatsächlich wurde später der Wohlstand der Sippe Jakobs nur noch von der Sippe des Pharaos übertroffen.

      Aber viel wichtiger als die Namen, die von Menschen, also den Eltern gegeben wurden, war es wenn Gott einen Namen gab. Der erste war Adam „Erdling“, dem Gott seinen Namen gab, denn es war ja sonst niemand da, der ihm einen Namen hätte geben können, im Gegensatz zu Eva. Ihr wurde ihr Name „Lebensspenderin, Mutter aller Lebendigen“ von Adam gegeben, was uns zeigt, dass sie unter seiner Autorität stand. Kommen wir zu Abraham, wo Gott dreimal namensgebend aktiv wurde. Ursprünglich hieß dieser „Abram“, „erhabener Vater“ und Gott benannte ihn um in „Abraham“, also „Vater der Menge“ (1.Mose 17:5). Dann schrieb Gott dem Abraham vor, wie er seinen mit Sarai („aus fürstlichem Geschlecht“) gezeugten Sohn heißen soll, nachdem er ihren Namen in „Sarah“ (Fürstin) geändert hatte, nämlich Isaak:

      „Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, deine Frau, soll dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm.“ (1.Mose 17:9)

      Dieser ewige Bund nun sollte durch Jesus neu und vollkommen aufgerichtet werden, denn der mit Abraham geschlossene und mit Isaak aufgerichtete Alte Bund war nur eine Art Vorgänger oder Wegbereiter dieses Neuen Bundes im Blute Jesu:

      „Nun aber hat er [Jesus] einen um so erhabeneren Dienst erlangt, als er auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde. Denn wenn jener erste [Bund] tadellos gewesen wäre, so wäre nicht Raum für einen zweiten gesucht worden.“ (Hebräer 8:6+7)

      Maria durfte wie Abraham ihr Kind nicht nennen, wie sie wollte und auch Josef hatte keinen Einfluss auf dessen Name, denn Gott selbst schrieb den Beiden durch den Engel vor, wie ihr Kind heißen soll, dem Josef im Schlaf:

      „Während er aber dies [die Trennung von seiner Verlobten] im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist. Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ (Matthäus 1:20+21)

      Und zu Maria sprach der Engel live:

      „Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich [oder seine Herrschaft] wird kein Ende haben.“ (Lukas 1:31-33)

      Dieser Name Jesus, um den es hier geht ist ein griechisches Wort, das vom hebräischen Namen „Jehoschua“ abgeleitet ist, was bedeutet „der Herr ist Rettung“. Dabei handelt sich um einen sehr verbreiteten Personennamen, der auch in zahlreichen Inschriften belegt ist. In der hebräischen Bibel ist es vor allem der Name des Israeliten Jehoschua ben Nun, der das Volk in das gelobte Land Kanaan führte, den wir als "Josua" kennen. Aus „Jehoschua“ wurde nach der babylonischen Gefangenschaft der Name „Jeschua“ und das heißt streng genommen nicht mehr „Gott rettet“ sondern nur noch „Rettung oder Erretter“. Auch dieser Name war und ist bis heute im Judentum ein durchaus gängiger Name, aber der Knackpunkt ist, dass Jesus von Nazareth der einzige Jeschua ist, der seinen Namen von Gott bekommen hat. Und genau das macht den Unterschied. Gott machte hiermit klar, dass Jesus der menschgewordene Gott ist, der zur Rettung der Welt auf die Erde kommen sollte. Deshalb bedeutet es, an seinen Namen zu glauben, dass man glaubt, dass Jesus nicht nur der Retter, sondern Gott ist.

      Ich denke wir alle kennen die endlosen Diskussionen in christlichen Foren darüber, dass man Jesus nicht anbeten dürfe, denn er wäre ja nur der Sohn, die sogenannte Dreieinheit sei nur eine Erfindung der Kirche, der Heilige Geist sei nur eine Kraftwirkung Gottes etc. Man sollte das vielleicht nicht immer schreiben, aber diese Menschen, die Derartiges von sich geben, können nicht wiedergeboren sein. Sie sind durchdrungen vom Geist des Antichristen, der aus dem Judentum kommt und glauben nicht an den Namen, in dem alle Macht im Himmel und auf Erden ist. Nicht nur hier auf Erden, sonden auch in der unsichtbaren himmlischen Welt, wie Jesus selbst ausdrücklich betonte:

      „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht [oder Autorität] im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28:18)

      Bereits in der Apostelgeschichte versuchten die Juden, diesen Namen Jesu ein für alle Mal auszuradieren, weil es beim ersten Mal, als sie Jesus kreuzigen ließen, nicht wunschgemäß geklappt hatte. Wir lesen:

      „Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen reden! Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, überhaupt nicht mehr in dem Namen Jesus zu reden noch zu lehren.“ (Apostelgeschichte 4:17+18)

      Wir sehen, die Pharisäer und frommen Juden hatten regelrecht Angst vor dem Namen Jeschua, was nicht weiter verwunderlich ist, denn ihr Vater, der Teufel (Johannes 8:44) zittert ja auch vor diesem Namen. Und sie haben auch allen Grund zum Zittern, denn dieser Name wird sie einstmals richten und das wird kein Preisgericht sein. Deshalb versuchten sie Gott durch akribische Gesetzeshaltung und gute Werke zu beeindrucken, in der Hoffnung dadurch bei ihm vielleicht doch noch punkten zu können. Bei ihren im Internet schreibenden geistlichen Söhnen und Töchtern im christlichen Mäntelchen ist das genauso.Wer nicht wie Thomas bekennen will: „Jesus, mein Herr und mein Gott“ (Johannes 20:28) kann auch keine Heilsgewissheit haben und muss deshalb wie die Pharisäer sein Heil aus Gesetzeshaltung erhoffen und kennt das Wort „Gnade“ nur vom Hörensagen.

      „Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen!“ (Galater 5:4)

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