7.März 2017 (Glaube und Wiedergeburt)

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    • 7.März 2017 (Glaube und Wiedergeburt)

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      Glaube und Wiedergeburt


      Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn so [sehr] [oder auf diese Art und Weise] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3:14-16)

      Erinnern wir uns. Jesus sagte dem Nikodemus am Anfang des Gesprächs:

      "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“ (Johannes 3:5)

      Und jetzt sagt er:

      „... muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3:15)

      Auch wenn die beiden Verse ein wenig auseinanderstehen, so gehören sie doch ganz eng zusammen. Jesus zeigte dem Nikodemus keine Alternative zur Wiedergeburt auf, sondern die Voraussetzungen dafür und die bestehen darin, dass er „erhöht“ werden muss und dass Nikodemus an ihn glauben muss. Seinen Teil hat Jesus, wie wir wissen, am Kreuz vollkommen erfüllt, und als er sagte: „Es ist vollbracht“, war von seiner Seite auch alles vollbracht. Am Kreuz wurde der Neue Bund durch sein Blut gestiftet, das bedeutet, dass von seiner Seite alles getan worden war, damit wir Bundesgenossen oder Familienmitglieder werden können, aber geschlossen wurde er noch nicht, denn da gehören bekanntlich zwei dazu.

      „Desgleichen [nahm er] auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“ (Lukas 22:20)

      Wir müssen also laut Vers 15 an ihn glauben und können so in den angebotenen Neuen Bund eintreten, also Bündnispartner Gottes werden, was er dann durch den Heiligen Geist in der Wiedergeburt bestätigt und Glauben bedeutet nicht, dass wir glauben, dass da vor 2000 Jahren mal einer am Kreuz umgebracht wurde, der eigentlich nur die Welt verbessern wollte. Was bedeutete denn „glauben“ in unserer Schlangenstory? Man wurde gebissen und das Gift begann den Gebissenen umzubringen, nicht sofort, aber nach einer gewissen Zeit. Es nützte nichts, zu wissen, dass da eine Schlange aufgerichtet worden war, die angeblich diesen Tod verhindern kann, es nützte auch nichts, wenn man jemanden in der Familie hatte, der Tag und Nacht nur auf diese Schlange starrte, es nützte nichts, wenn man theoretisch wusste, dass der Blick auf diese Schlange die Rettung bringt, sondern man musste es auch tun. Es nützte auch nichts, wenn man den magischen Kräften Mose vertraute, sondern man musste glauben, dass diese Schlange, die vom sicheren Tod ins Leben führte, die Antwort Gottes auf meine Buße ist, also die Antwort darauf, dass ich Fehlverhalten erkannt habe und bereue.

      „Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den Herrn und gegen dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose bat für das Volk.“ (4.Mose 21:7)

      Es gibt viele nicht wiedergeborene Menschen, die sich zwar Christen oder christlich nennen, vom Glauben aber eine verschwommene Vorstellung haben. Sie meinen, er sei ein Für-wahr-Halten. Sie halten für wahr, dass es einen Gott gibt, vielleicht sogar, dass Jesus Gottes Sohn war oder ist, eventuell sogar, dass dieser Jesus am Kreuz den Sieg zur Erlösung der Welt errungen hat. Aber diese Art von Glauben ist tot, solange er keinen Einfluss auf unser Leben hat, er ist dann nur eine theoretische Bestätigung biblischer Tatsachen. Glauben und Vertrauen hängen eng miteinander zusammen, wenn ich nicht an meinen Ehepartner glaube bedeutet das, dass ich ihm nicht vertrauen kann oder will und umgekehrt.

      Nikodemus hatte seine Unterredung mit Jesus mit einer Art Glaubensbekenntnis gestartet:

      „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist.“ (Johannes 3:2)

      So schön und gläubig sich das auch anhört, Jesus sagt im Verlauf des Gesprächs zwischen den Zeilen: „Diese Art von Glauben reicht nicht aus.“ Es reicht nicht, zu glauben, dass Gott mit Jesus war, denn Gott war zu aller Zeit mit den Menschen, die ihm dienten. Der Glaube daran, dass Gott mit Jesus war, reiht Jesus also in die Rubik der Glaubenshelden ein und gibt ihm dieselbe Stellung wie diese hatten. Damit kann man aber Jesus niemals gerecht werden, denn wie er selbst im Vers 16 sagt, ist er der „eingeborene“ Sohn Gottes. Das bedeutet, dass dieser Jesus nicht von Gott geschaffen wurde, wie alles andere, sondern das einzige Wesen im Universum ist, das von Gott gezeugt und als Geist aus ihm geboren wurde und das erhebt ihn über alle Menschen und auch alle Engel, denn auch Engel sind geschaffene Wesen, auch wenn die Bibel da manchmal von Söhnen Gottes spricht. Was der Geist zeugt, ist Geist und was das Fleisch zeugt, ist Fleisch und was Gott zeugt, ist Gott, denn jeder Same produziert nach seiner Art. So verstehen wir auch Paulus, wenn er schreibt:

      „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich [deckungsgleich, absolut identisch] zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen [wurde in Gleichgestalt der Menschen. »Gleichgestalt« (gr. homoioma) drückt Gleichheit in bestimmten Dingen aus, aber nicht völlige Gleichheit. Christus wurde Mensch, aber ohne die Sündennatur des Menschen.]; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.“(Philipper 2:5-11)

      Genau das gilt es aktiv zu glauben und genau dieser Glauben führt in Buße und Wiedergeburt und in Nachfolge und Jüngerschaft und wird dadurch lebendig. Wer nicht glauben will, dass Jesus als Geist mit Gott identisch ist und / oder nicht bereit ist, ihm nachzufolgen, kann nicht wiedergeboren sein, denn dessen Glaube ist nicht lebendig, sondern tot. Und dass wir vom Tod zum Leben gekommen sind, bezeugt der Heilige Geist jedem Wiedergeborenen, denn dies ist ein Zeugnis zu Ehren Jesu, denn Jesus zu ehren ist neutestamentlich gesehen die einzige Möglichkeit, wie wir Gott wirklich ehren können, mit einem lebendigen Glauben, denn Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen (Lukas 20:38).

      „So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist.“ (1.Korinther 15:45)

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