3.März 2017 (Wiedergeburt und Heilsgewissheit)

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    • 3.März 2017 (Wiedergeburt und Heilsgewissheit)

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      Wiedergeburt und Heilsgewissheit


      Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. (Johannes 3:10-13)


      Was Jesus hier dem Nikodemus sagt, würde er heute auch den meisten Pfarrern und Pastoren sagen: „Ihr wollt Lehrer und Theologen sein und versteht nicht mal die grundlegendsten Dinge!“ So lehrt die katholische Kirche, dass die Wiedergeburt automatisch bei der Taufe stattfände, wie wir im Katechismus lesen können:

      „Durch den Glauben an die Frohe Botschaft und durch die Taufe widersagt man dem Bösen und erlangt das Heil, welches die Vergebung aller Sünden und das Geschenk des neuen Lebens ist."

      Wie allerdings ein wenige Wochen altes Baby, das aufgrund fehlender Entscheidungs- und Artikulationsmöglichkeiten quasi zwangsgetauft wird, diese katechistischen Vorgaben erfüllen soll, bleibt schleierhaft. Offiziell heißt es:

      „In der Taufe wird uns die heiligmachende Gnade geschenkt, die uns befähigt, heilig zu werden. Ferner werden wir zu Kindern Gottes, zu Brüdern und Schwestern Jesus Christi und zu Gliedern der einen und einzigen wahren Kirche Jesu Christi, die in der katholischen Kirche verwirklicht ist. Mit der Taufe werden wir von der Erbschuld Adams, die im Kern ein Zustand der Gottferne ist, befreit. Wird jemand erst in späteren Jahren getauft wird, werden ihm auch mögliche Sünden und Sündenstrafen vergeben.“

      Bei den Evangelischen hört sich das auf den ersten Blick besser an:

      „Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Gott spricht in der Taufe den kleinen Kindern seine Liebe zu, unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben dann die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln zu erzählen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.“

      Abgesehen dafür, dass eine Taufe ohne Buße biblisch gesehen irrelevant ist, wird aber auch hier durch die nachgeschobene Konfirmation ( bei den Katholiken Firmung) letztendlich doch zugegeben, dass die Taufe in Wirklichkeit einem anderen Zweck dient, nämlich sich diese Kinder möglichst früh als Mitglieder und Kirchensteuerzahler einzuverleiben. Deshalb gibt es auch keine ökumenische Taufe. Es wird also nicht in den Tod Jesu getauft, sondern in die Mitgliedschaft einer Kirche. Da seitens der Priester und Pfarrer dieses Babybesprengungsritual als heilsrelevant verklickert wird, gehen die Schäflein dieser beiden Großkirchen im allgemeinen davon aus, dass sie wiedergeboren seien. Heilsgewissheit allerdings gibt es bei beiden Kirchen nicht, aber genau das ist das Zeichen dafür wiedergeboren zu sein.

      „Der [Heilige] Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ (Römer 8:16)

      Klare biblische Aussage des Paulus und jeder wirklich Wiedergeborene weiß um die Richtigkeit dieses Verses und nur ein nicht wiedergeborener Mensch kann diese Aussage ernsthaft und dauerhaft anzweifeln. Natürlich brauchen wir alle Gottes Gnade und natürlich werden wir von Zeit zu Zeit bezüglich der Verheißungen der Schrift angegriffen, aber für uns in den Tod Jesu (und nicht in eine Kirche) getaufte und wiedergeborene Christen steht außer Frage, dass wir diese Gnade auch bekommen werden, denn das Blut Jesu als Zeichen für konsequente Treue tritt am Thron Gottes Tag und Nacht für uns ein (Hebräer 12:22-24). Das ist es auch, was Johannes meinte, als er schrieb, dass das Blut (Jesu) zusammen mit dem Heiligen Geist und dem Wasser (Wort Gottes) stimmige Zeugen sind (1.Johannes 5:6-8).

      Wenn nun Jesus im Folgenden sagt, dass niemand in den Himmel aufgestiegen sei, außer ihm, dann fragen wir uns unwillkürlich: Was war dann mit Elia (2.Könige 2:10+11) und Henoch (1.Mose 5:24)? Diese beiden stiegen nicht aus eigener Kraft in den Himmel auf, sondern wurden von der Kraft Gottes in den Himmel geholt. Der auferstandene Jesus ist der einzige, der aus eigener Kraft in den Himmel auffuhr und das war eine prophetische Aussage Jesu, denn zum Zeitpunkt des Gesprächs mit Nikodemus war das ja noch nicht geschehen.

      Letztendlich geht es auch bei diesem Bibelvers um die Dreieinheit Gottes. Jesus war als Mensch auf dieser Erde. Doch gleichzeitig war er im Himmel. Denn er ist der Sohn Gottes – eine Person der Dreieinheit. Und diese Dreieinheit kann nicht ‚getrennt’ werden. Der Herr spricht hier natürlich von sich als dem „Sohn des Menschen“. Aber auch hier gilt: Seine Person kann nicht getrennt werden. Und so ist er der Sohn des Menschen, der heute und damals im Himmel ist. Letztlich stehen wir vor etwas Unergründlichem. So gibt es ein Band innerhalb der Dreieinheit, das niemals zerrissen werden kann, weder durch die Menschwerdung Christi noch durch seinen Tod. Als natürliche Menschen erkennen wir auch den Sohn nicht, der Gott und Mensch in einer Person ist, noch den Vater:

      „Alles ist mir übergeben von meinem Vater, und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.“ (Matthäus 11:27)

      Und wem will der Sohn das offenbaren? Allen, die wiedergeboren sind, denn die sind es, die zu seiner bluterkauften Braut, zur Familie Gottes gehören, die bei der Wiedergeburt durch das Blut Jesu in den Neuen Bund hineingenommen und nicht länger Sklaven, sondern Freunde, ja sogar Söhne und Töchter des allmächtigen Gottes geworden sind, Geschwister Jesu, der als Erstgeborener uns allen vorangegangen ist. Wie Babys werden wir neu geboren, aber wir sollen wachsen und gedeihen im Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit leiten will. Wenn wir uns von ihm leiten lassen, werden wir den Vater mehr und mehr und immer tiefer erkennen und lieben, das bezeugt uns auch Petrus:

      „Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft.“ (2.Petrus 1:3)


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