2.März 2017 (Wasser und Blut, Fleisch und Brot)

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    • 2.März 2017 (Wasser und Blut, Fleisch und Brot)

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      Wasser und Blut, Fleisch und Brot


      Er ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist, Jesus der Christus; nicht durch Wasser allein, sondern durch Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis gibt, weil der Geist die Wahrheit ist. Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins; und drei sind es, die Zeugnis ablegen auf der Erde: der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei stimmen überein. (1.Johannes 5:6-8)

      Wenn nun Jesus dem Nikodemus sagt, dass Wasser und Geist für die Wiedergeburt erforderlich sind, so bedeutet das nicht, dass damit dazu alles gesagt sei. Ich denke, dass Jesus den Theologen Nikodemus nicht überfordern wollte und es deshalb bei Wasser und Geist beließ, er hatte ja erhebliche Schwierigkeiten das bereits zu begreifen, wie wir aus dem Kontext wissen. So finden wir das Wasser und das Blut am Anfang und am Ende des irdischen Lebens Jesu, denn eine Geburt ohne (Frucht)wasser und Blut gibt es nicht und Jesus wurde als Mensch auch menschlich geboren, im Geist oder durch den Geist gezeugt, aber ganz normal fleischlich von Maria geboren. Am Ende seines Lebens stieß ein Soldat seine Lanze zwischen Jesu Rippen und es floss Wasser und Blut daraus hervor (Johannes 19:34). Es gibt viel Interpretationsspielraum der geistlichen Wahrheit, die hinter diesen Begriffen steht, aber mir persönlich erscheint am wichtigsten, dass Wasser für das Wort Gottes (unter anderem) steht und das Blut für Vergebung und Erlösung (unter anderem). Mir sagt das Zusammenwirken von Blut und Wasser, dass wir das Wort Gottes niemals verstehen, geschweige denn erfasssen können, es sei denn wir stehen unter diesem erlösenden Blut des Gottessohnes. Paulus schreibt dasselbe mit anderen Worten:

      „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft...“ (1.Korinther 1:18)

      Anstatt „die wir gerettet werden“ hätte Paulus auch schreiben können „die wir wiedergeboren sind“, denn es wird keiner gerettet, der nicht wiedergeboren ist (Johannes 3:5) und statt „das Wort vom Kreuz“ hätte er auch schreiben können „die Kraft des Blutes Jesu“, so dass dieser Satz absolut sinngleich heißen würde:

      „Denn die Kraft des Blutes Jesu ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir wiedergeboren sind, ist sie eine Gotteskraft...“

      Jesus selbst erweiterte später dieses Blut nochmals um den Aspekt „Fleisch“:

      „Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank.“ (Johannes 6:53-55)

      Das ist eine Aussage Jesu, die genauso geistlich betrachtet werden muss, wie die Aussage „aus Wasser und Geist“ und genauso wie Nikodemus haben die Juden dies nicht verstanden. Jesus erwartete nicht, dass jeder zu seiner Kreuzigung mit Besteck erscheinen sollte, also keinen Kannibalismus, denn hier sind die Anweisungen des Mose in der Schrift völlig eindeutig:

      „denn [es ist] das Leben allen Fleisches; sein Blut gilt für sein Leben. Darum habe ich den Kindern Israels gesagt: Ihr sollt nicht das Blut irgendeines Fleisches essen; denn das Leben alles Fleisches ist sein Blut. Wer es aber isst, der soll ausgerottet werden.“ (3.Mose 17:14)

      Man kann auch hier viel hin- und herdeuten, zumal Jesus im weiteren Verlauf den Begriff „sein Fleisch“ durch „Brot des Lebens“ ersetzt ich denke, dass es am einfachsten ist, wenn wir uns vor Augen führen, dass man ohne Wasser kein Brot backen kann und dass Wasser auch der Hauptbestandteil des Körpers, also des „Fleisches“ ist und „Wasser“ steht, wie wir wissen unter anderem auch für das lebendige Wort Gottes.

      „Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, was aus dem Mund des Herrn hervorgeht.“ (5.Mose 8:3)

      „Er [Jesus] aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«“ (Matthäus 4:4)

      „Und siehe, da kam die Herrlichkeit des Gottes Israels von Osten her, und seine Stimme war wie das Rauschen großer Wasser, und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet.“ (Hesekiel 43:2)

      Jesus war das personifizierte oder im Fleisch gekommene Wort Gottes, wie wir wissen, also steht sein Fleisch in diesem Fall für jedes Wort, das aus dem Munde des lebendigen Gottes hervorgeht und aus diesem Blickwinkel wird klar, dass dieses Wort zusammen mit seinem an unsrer Stelle zur Sühnung vergossenen Blut diese Wiedergeburt aus Wasser und Geist bewirkt. Das Wort allein oder das Blut allein kann nicht dazu führen. Eine weitere Voraussetzung für eine Neu- oder Wiedergeburt ist, dass der alte Mensch in den Tod gegeben wurde denn

      „Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.“ (1.Korinther 15:50)

      Wir sehen also ganz klar, dass Bekehrung und Wiedergeburt nicht dasselbe sind. Bekehrung ist etwas, dass der Mensch, also sein Fleisch und Blut tut und tun muss, wobei diese Bekehrung nicht nur eine Hinwendung zu Jesus, sondern auch eine Abkehr vom alten, selbstzentrierten Leben bedeutet. Durch das Wort Gottes vom Heiligen Geist überführt, wird das biblisch gesehen bei dem Taufritual, dem Untertauchen in Wasser, bezeugt. Eine Taufe ohne diese Bekehrung ist nichts anderes als ein frommes Event, ein Zauberritual, eine große Lüge also. Die Taufe bedeutet ebenso, dass wir das Wort Gottes als Wahrheit und Autorität anerkennen, denn das bedeutet es, „Jesu Fleisch zu essen“. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir wiedergeboren werden, etwas, was wir nicht selbst tun können, sondern etwas das Gott durch seinen Heiligen Geist in uns bewirkt, wenn wir außerdem noch „das Blut Jesu trinken“. Damit ist nicht das Abendmahl oder die „Heilige“ Kommunion gemeint, sondern das Eintauchen in das versöhnende Blut Jesu, das Einswerden mit seinem Tod.

      „Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm einsgemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein; wir wissen ja dieses, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde außer Wirksamkeit gesetzt sei, so dass wir der Sünde nicht mehr dienen; denn wer gestorben ist, der ist von der Sünde freigesprochen. Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, ein für allemal; was er aber lebt, das lebt er für Gott.“ (Römer 6:3-10)

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