27.Jaunuar 2017 (Was hat das Wasser bei der Wiedergeburt zu suchen?)

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    • 27.Jaunuar 2017 (Was hat das Wasser bei der Wiedergeburt zu suchen?)

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      Was hat das Wasser bei der Wiedergeburt zu suchen?


      „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden!“ (Johannes 3:5-7)

      Die Schwierigkeit, die dieser Vers immer schon aufgeworfen hat, liegt darin, dass als Erzeuger des neuen Lebens nicht nur der Geist, sondern auch Wasser genannt wird. Die gängige Erklärung dafür ist, dass hier das Wasser der Taufe gemeint sei. Aber das ist keine wirkliche Erklärung, denn an keiner Stelle schreibt die Bibel der Wassertaufe eine regenerierende Wirkung zu. Deshalb kann es nicht die Taufe sein, die dieses neue Leben produziert. Wir können das auch unschwer daran erkennen, dass Jesus im Folgenden noch mehrmals die wiederzeugende Funktion des Heiligen Geistes nennt, ohne das Wasser dabei zu erwähnen.

      Die meisten (überwiegend katholischen) Theologen meinen, Unterstützung für ihre „wiedergebärende Tauftheorie“ in Römer 6:3-4 zu finden, wo steht:

      "Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir in Neuheit des Lebens wandeln."

      In diesen Versen wird zwar von einer Taufe gesprochen, jedoch nicht von der Wassertaufe. Wasser wird sogar überhaupt nicht erwähnt. Hier geht es um unsere Taufe in Christus, wie auch aus dem Zusammenhang deutlich wird. Und weil der Herr Jesus Christus sich in den Tod übergab, wird unsere Taufe in Christus eine "Taufe in den Tod" genannt. Die Wassertaufe ist nur ein Bild auf diese Taufe in Christus, ein Symbol oder Ritual, das bezeugt, dass ich mein egoistisches, von Gott unabhängig geführtes Leben in den Tod gegeben habe. Diese Taufe in Christus, nämlich unsere geistliche Vereinigung mit Ihm, ist die Basis für eine Wiedergeburt; die Wassertaufe als christliches Ritual hat darin gar keine Funktion. Das natürliche Wasser hat also keine regenerierende, erneuernde geistliche Wirkung. Die richtige Erklärung dafür, was dieses Wasser ist, gibt die Bibel selbst:

      "Denn ihr seid wiedergeboren [wiedergezeugt] nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes" (1.Petrus 1:23).

      Hier wird der Same, der die Wiedergeburt bewirkt, "Wort Gottes" genannt.

      "Nach seinem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren [...]." ( Jakobus 1:18)

      Dasselbe Wort Gottes wird in Epheser 5:26 mit Wasser in Verbindung gebracht:

      "um sie zu heiligen, sie reinigend durch das Wasserbad im Wort."

      „Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das [Wasser]Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes, den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter.“ (Titus 3:4-6)


      Das Wasser steht also nicht für ein Taufritual, sondern für das Wort Gottes, das von Paulus hier zurecht "die Waschung der Wiedergeburt" genannt wird. Dass diese Schlussfolgerung richtig ist, sehen wir daran, dass sie auf alle mehr oder weniger unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes Gottes anwendbar ist.

      In erster Linie ist das Wort Christus selbst. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Alles wurde durch dasselbe [...]. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns [...]" (Johannes 1).

      Schon im ersten Kapitel der Bibel lernen wir die schöpferische Kraft des Wortes kennen. Alle Dinge sind durch das Wort geworden. Diese ganze alte Schöpfung kam durch das Sprechen Gottes zustande. Das Wort gibt Leben.

      "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht." (Matthäus 4:4; Lukas 4:4)

      Dieses Gesetz gilt sowohl für die alte als auch für die neue Schöpfung. Gottes Methoden ändern sich nicht. Das schöpferische Wort Gottes wird jedoch nicht nur beim Zustandekommen der alten Schöpfung wahrgenommen, sondern auch bei der Wiedergeburt, dem Zustandekommen der neuen Schöpfung. Ist nicht Christus selbst das lebendige Wort Gottes, wie aus Johannes 1 hervorgeht? Und ist Er nicht tatsächlich das wahre Weizenkorn, das in die Erde fallen und sterben musste, um damit einer neuen Schöpfung Gestalt zu geben?

      Dieses schöpferische Wort Gottes ist auch die Bibel selbst, das geschriebene Wort. Wer dem Inhalt der Bibel glaubt, das heißt ihn zu Herzen nimmt, wird dadurch eine neue Schöpfung. Deshalb sind wir wiedergeboren aus unvergänglichem Samen, der das Wort Gottes ist. In begrenztem Sinne ist dieses Wort das Evangelium, welches verkündigt, dass es Erlösung in Christus Jesus gibt, der litt und starb und aus den Toten auferstand. Er tat dies stellvertretend für verlorene Sünder, die dadurch mit Ihm neues Leben empfangen können. Wir müssen aus „Wort-Gottes-Wasser“ und Geist geboren werden,

      "denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium" (1.Korinther 4:15).

      Wenn nun das, was der Geist hervorbringt, Geist ist, muss das, was das Wasser hervorbringt, auch Wasser sein. Wenn unsere neue Natur "Geist" genannt wird, muss sie auch "Wasser" genannt werden können. Und das ist im nächsten Kapitel des Johannesevangeliums dann auch tatsächlich der Fall. In Johannes 3 wird das Wasser im Gegensatz zum Geist nicht mehr erwähnt, aber in Kapitel 4 ist ausdrücklich die Rede von Wasser als Bild des neuen Lebens und Seinem Erzeuger. Da finden wir Jesus am Jakobsbrunnen, der durch das Hervorbringen von Wasser ein Bild des Heiligen Geistes ist. Und wenn der Herr den deutlichen Vergleich zwischen dem Wasser des Jakobsbrunnens und dem Heiligen Geist zieht, sagt Er:

      "Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt" (Johannes 4:14).

      Wir können also unzweifelhaft erkennen, dass dieser Begriff Wasser auch ein Bild auf das ewige Leben ist, und deshalb sagt Jesus, dass eine Wiedergeburt „aus Wasser und Geist“ Voraussetzung dafür sei, ewiges Leben zu haben.

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