1.November 2016 (Das Zeichen des Bundes)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 1.November 2016 (Das Zeichen des Bundes)

      .



      Das Zeichen des Bundes


      Und ihr sollt am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden. Das soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. Jedes Männliche von euren Nachkommen soll bei euch beschnitten werden, wenn es acht Tage alt ist, sei es im Haus geboren oder um Geld erkauft von irgendwelchen Fremden, die nicht von deinem Samen sind. Was in deinem Haus geboren oder um Geld erkauft wird, soll unbedingt beschnitten werden. So soll mein Bund an eurem Fleisch sein, ein ewiger Bund. Und ein unbeschnittener Mann, einer, der sich nicht beschneiden lässt am Fleisch seiner Vorhaut, dessen Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat! (1.Mose 17:11-14)

      Der Bund, den Gott mit Abraham stellvertretend für das Volk Israel geschlossen hatte schrieb die Beschneidung der Vorhaut zwingend vor. Aber sie war von Gott nur als äußeres Zeichen für eine Beschneidung des Herzens gedacht und Gott sagt hier in Mose 17, dass diese Beschneidung der Vorhaut ein Zeichen dafür sein sollte, dass der Beschnittene Jude ist, denn Gott schloss diesen Bund mit dem Volk Israel als Gesamtes, nicht mit dem einzelnen Juden und auch nicht mit den Nichtjuden, den sogenannten Heiden. Die Juden nahmen das auch überwiegend sehr ernst, denn wer unbeschnitten war oder aber seine Nachkommen, Sklaven oder Diener nicht beschneiden ließ musste „ausgerottet“ werden, das bedeutet durch Verbannung oder Tod aus der Gemeinschaft entfernt werden. Wie ernst es Gott damit war, sieht man daran, dass er selbst Mose umbringen wollte, der aus irgendwelchen uns nicht bekannten Gründen seinen Sohn nicht beschnitten hatte:

      „Es geschah aber, als er unterwegs in der Herberge war, da trat ihm [Mose] der Herr entgegen und wollte ihn töten. Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und warf sie ihm vor die Füße und sprach: Fürwahr, du bist mir ein Blutbräutigam! Da ließ Er von ihm ab. Sie sagte aber »Blutbräutigam« wegen der Beschneidung.“ (2.Mose 4:24-26)

      Aber schon damals ging es Gott eigentlich um das Herz der Menschen, nicht um die Vorhaut. Diese Vorhaut symbolisiert Männlichkeit, Kraft und Stärke, also das eigene Ich, deshalb wurde auch nur männliches beschnitten. Ich denke, dass Gott die Frauen deshalb automatisch in seinen Bund integrierte, weil sie diejenigen waren, die nicht auf eigene Kraft und Stärke bauen konnten, weil sie ja damals ihr Überleben dem Schutz der Männer bzw. des eigenen Mannes verdankten.


      „So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid nicht mehr halsstarrig!“ (5.Mose 10:16)

      „Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.“ (5.Mose 30:6)

      „Beschneidet euch für den Herrn und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer, das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer Taten!“ (Jeremia 4:4)

      „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich alle heimsuchen, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind“ (Jeremia 9:24)

      „Dann werden sie [die Israeliten] ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben, und dass sie sich mir widersetzten, weswegen auch ich mich ihnen widersetzte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Und wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz demütigt, so dass sie dann ihre Schuld annehmen, so will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken, und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham, und ich will an das Land gedenken.“ (3.Mose 26:40-42)

      „Zu wem soll ich reden, wem Zeugnis ablegen, dass sie darauf hören? Siehe, ihr Ohr ist unbeschnitten; sie können nicht darauf achten. Siehe, das Wort des Herrn ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran.“ (Jeremia 6:10)

      Diese und noch mehr Stellen lassen keinen Zweifel daran zu, dass es Gott um die Herzen ging und geht. Wir können also sagen, dass diese Beschneidung der Herzen das unsichtbare, geistliche Zeichen dafür ist, dass wir in einem Bund mit Gott stehen, nicht in dem Bund Abrahams, können wir gar nicht, weil wir keine Juden sind, sondern in dem Neuen, besseren Bund, wie es im Hebräerbrief geschrieben steht:

      „Nun aber hat er [Jesus] einen um so erhabeneren Dienst erlangt, als er auch der Mittler eines besseren Bundes ist, der aufgrund von besseren Verheißungen festgesetzt wurde.“ (Hebräer 8:6)

      Wir haben über den Bund, bzw. die Bündnisse Gottes mit uns schon öfter gesprochen und ich möchte das jetzt nicht alles wiederholen, aber ein wenig vertiefen. Ich habe vor über vier Jahren bereits die Grundlagen des Bundes gepostet und jetzt neu verlinkt. Bitte arbeitet die (nochmals) durch, denn das Bewusstsein, in diesem Bund zu leben wird uns verändern. Er ist der Schlüssel zum Verständnis der Bibel und für den Heilsplan Gottes, sowie seine Beziehung zu uns und auch der Schlüssel, der die Tür zu unserem Herzen für Gottes Werk in uns aufzuschließen vermag.

      .