30.August 2016 (Kompromisslosigkeit, Ausdauer und Geduld)

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • 30.August 2016 (Kompromisslosigkeit, Ausdauer und Geduld)

      .

      Kompromisslosigkeit, Ausdauer und Geduld


      Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. (Hebräer 10:36)

      Viele Verheißungen kommen in unserem Leben nicht in Existenz, weil wir ungeduldig sind und viel zu schnell aufgeben. Einer, der ein gutes Beispiel für Ausharren ist, war Elia. Über ihn lesen wir in 1.Könige 18 Vers 1:
      „Und es geschah nach vielen Tagen, im dritten Jahr, da erging das Wort des Herrn an Elia: Geh hin, zeige dich Ahab, und ich will es regnen lassen auf den Erdboden! … Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink, denn es rauscht, als wolle es reichlich regnen! Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und beugte sich zur Erde und legte sein Angesicht zwischen seine Knie; und er sprach zu seinem Burschen: Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin! Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: Es ist nichts da! Er sprach: Geh wieder hin! So geschah es siebenmal. Und beim siebten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes! Da sprach er: Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht zurückhält! Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein gewaltiger Regen. Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel. Und die Hand des Herrn kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel.“ (1.Könige 18:41-46)

      Auf Prophezeihung Elias hin hatte es über drei Jahre nicht geregnet und mitten in diese wolkenlose, trockene Dürrezeit sollte Elia dem König Ahab prophezeihen, dass es wieder regnen würde. Er hatte diese Verheißung direkt von Gott empfangen. Jakobus nun erklärt uns das Geheimnis dieser beiden Wunder, indem er uns sagt, dass Elia dieses von Gott empfangene Wort immer wieder im Gebet vor den Herrn brachte:

      „Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete inständig, dass es nicht regnen solle, und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land; und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde brachte ihre Frucht.“ (Jakobus 5:17+18)

      Wir dürfen aber nicht außer Acht lassen, was geschehen war, bevor der Prophet um den verheißenen Regen beten konnte. Lange Jahre musste Elia hilflos mit ansehen, wie das Beste, was sein Land und Volk zu bieten hatte, mit Füßen getreten wurde. Israel befand sich in einem zähen Ringen zwischen der wahren und der falschen Religion - zwischen der Anbetung Gottes und dem Götzenkult der Nachbarvölker. Zur Zeit Elias spitzte sich dieser Kampf dramatisch zu. Der Regen blieb aus, weil König Ahab Gott sehr erzürnt hatte. Er hatte Isebel, die Tochter des Königs von Sidon, geheiratet. Diese wiederum tat ihr Möglichstes, um in Israel den Baals- und Ascherakult zu verbreiten und die Anbetung Gottes somit auszurotten. Ahab war schnell ihrem Einfluss erlegen. Er baute einen Tempel und einen Altar für Baal und ging in der Verehrung dieser heidnischen Gottheit führend voran (1.Könige 16:30-33).

      Elia hatte sich allein den 400 Baalspriestern gestellt und ihnen bewiesen, dass allein Jehova oder Jahwe oder der „Ich Bin“ allmächtiger Gott ist und das Volk dadurch in Buße geführt und die 400 Baalspriester als die Verführer des Volkes eigenhändig einen Kopf kürzer gemacht. Das mag für den einen oder anderen vielleicht grausam erscheinen, aber wenn man bedenkt, dass dieser Kult nicht nur das Volk in Tempelprostitution führte, sondern auch Menschenopfer, höchstwahrscheinlich vor allem Kinderopfer verlangte, musste er dieses Übel mit Stumpf und Stiel ausrotten. Nebenbei bemerkt erkenne ich die Weisheit Gottes darin, dass Gott den Regen zurückgehalten hatte und dadurch für Unfruchtbarkeit gesorgt hatte, denn der Baals- und Ascherakult waren heidnische Religionen, die dem Volk durch satanische Rituale Fruchtbarkeit versprachen. Die aufrichtige Buße des Volkes über diese Handlungen mit der damit verbundenen Anbetung dieser Dämonen war die Grundlage dafür, dass die Verheißung, es werde wieder regnen in Erfüllung gehen konnte. Elia sonnte sich nicht in seinem Triumph über Baal, sondern fing nach dem Sieg auf dem Berg Karmel sofort an für die Erfüllung der Verheißung zu beten, obwohl absolut nichts davon zu sehen war, dass Gott diese Verheißung erfüllen würde.

      Wir können anhand dieser Begebenheit erkennen, dass zwei Dinge nötig sind, um die Verheißungen Gottes in unser Leben zu holen. Erstens müssen wir mit den Dingen brechen, von denen wir erkannt haben, dass sie nicht dem Willen Gottes für unser Leben entsprechen und zweitens anhaltendes und ausdauerndes Gebet, in dem wir Gott bitten, seine Verheißungen zu erfüllen, ohne daran zu zweifeln, dass er dies auch tun wird.

      Elia praktizierte seinen Glauben obwohl alles gegen ihn sprach und alle gegen ihn waren, den sie den Unheilspropheten nannten. Auch von wirklichen Söhnen und Töchtern Gottes wird erwartet, dass sie ihren Glauben Tag für Tag praktizieren und da sind treue Menschen wie Elia ein gutes Vorbild für uns. Elia betete einzig und allein Gott an und forderte andere ebenfalls dazu auf. Mutig entlarvte er Religion als Betrug, durch die Satan Menschen von Gott weglockte. Auch vertraute er nicht auf seine Fähigkeiten und seine Durchsetzungskraft, sondern darauf, dass Gott alles richtigstellt. Sein Aufruf an seine Landsleute hat an Aktualität nichts verloren:

      „Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der HERR der wahre Gott ist, dann folgt ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm nach!“ (1.Könige 18:21+22)

      Solange wir auf beiden Seiten hinken, können wir unser Erbe nicht in Besitz nehmen. Solange wir Lauheit und Religion in unserem Leben dulden, werden wir an vielen Verheißungen vorübergehen, die Gott für unser Leben vorgesehen hat. Wenn wir aber diesen Dingen den Kampf angesagt haben, auch wenn er Opfer kostet, werden wir die Zeichen und Wunder sehen, die Gott uns verheißen hat, wenn wir ihn darum geduldig aber beharrlich bitten.

      „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“ (2.Korinther 7:1)

      .