15.August 2016 (Der Logos als Licht)

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    • 15.August 2016 (Der Logos als Licht)

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      Der Logos als Licht


      Im Anfang war das Wort [Logos], und das Wort [Logos] war bei Gott, und das Wort [Logos] war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen [ergriffen]. Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen. (Johannes 1:1-9)

      Bereits als die Erde wiederhergestellt werden sollte und als alles noch „tohuwahobu“ [Chaos, wüst und leer] war, schwebte der Geist Gottes über den Urfluten. Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. So lesen wir es im 1.Buch Mose, Kapitel 1, Vers 1-5. Alle drei Aspekte unserer Gottheit waren hier bereits beteiligt: Gott, der Heilige Geist, Gott, der Schöpfer oder „Ordner“ und Gott, das Wort [Logos], also Jesus.

      Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es auf der Erde hell werden konnte ohne Sonne, Mond und Sterne? Wären wir Gott gewesen hätten wir dann die Gestirne nicht logischerweise zuerst erschaffen? Gott allerdings erschuf sie erst später, nämlich am 4. Tag (1.Mose 1:14-18). Es war nicht das Sonnenlicht, das durch den Logos Gottes entstanden war, sondern es war die Herrlichkeit Jesu, die bereits damals im Unsichtbaren auf die Erde gekommen war, als Zeichen, dass er durch das Wort die göttliche Ordnung auf unseren Chaosplaneten gebracht hatte und die äußerte sich darin, dass Licht von Finsternis unterschieden wurde. Hier ereignete sich also etwas Geistliches, denn Licht steht für Ordnung (Gott) und Finsternis für Chaos (Satan). Es war also nicht die Sonne, sondern Jesus, der in der satanischen Finsternis leuchtete und gegen dieses Licht hatte die Finsternis keine Chance, wie auch Johannes hier schrieb: „und die Finsternis hat es nicht begriffen (Schlachter), konnte das Licht also nicht ergreifen (Luther), bzw. konnte das Licht nicht überwältigen (Elberfelder) im Sinne von besiegen. Seit diesem Ereignis kämpft die Finsternis hier auf Erden gegen das Licht, denn Satan hat bis heute nicht akzeptiert, dass die Erde durch Jesus und für Jesus wiederhergestellt worden (gemacht) wurde, denn er ist ja der selbsternannte Fürst dieser Welt. So war dieses „Es werde Licht“ eine Kampfansage gegen die Mächte der Finsternis. Tag und Nacht im Sichtbaren sollen uns diesen Kampf ständig vor Augen führen, deshalb sagte auch Jesus:

      „Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ (Johannes 9:4+5)

      Zum besseren Verständnis dieser wunderbaren Einleitung des Apostels Johannes, betont er, dass nicht Johannes der Täufer dieses Licht ist, sondern dass dieser nur auf das Licht, nämlich den menschgewordenen Gott und Zimmermannssohn Jesus hingewiesen oder ihm den Weg bereitet hat, indem er Gericht und Buße gepredigt hatte. Wir erkennen daran, dass auch hier der Heilige Geist im Spiel war, denn ohne ihn ist es unmöglich in Buße zu finden und wir erkennen, dass Wort [Logos], Licht und Gericht in der Bibel Teilaspekte einer Person sind, nämlich Jesus.

      „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ (Johannes 5:21-23)

      Wir müssen diesen Satz richtig verstehen, er bedeutet nicht, dass Jesus im geistlichen Bereich und später dann auch als „Menschensohn“ in die Welt gekommen ist, um die Menschen zu verurteilen, oder zu verdammen, sondern es ist dieser Logos, das vom Heiligen Geist mit Leben gefüllte Wort Gottes, das Jesus verkörperte, das die Menschen richten wird:

      „Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort [Logos], das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag. Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat. (Johannes 12:47-50)

      Gott hat einen Plan für jeden Menschen, ein „Gebot“, wie Johannes schreibt, nämlich dass die von ihm geschaffenen Menschen zum ewigen Leben finden. Dazu kam er in einem Stall zur Welt, dazu lebte er das Leben eines „Menschensohnes“ und dazu ging er ans Kreuz. Aber den Anfang zu diesem „Gebot“ machte er bereits bevor der erste Mensch geschaffen worden war, indem er sprach: „Es werde Licht“. Gott – Logos – Licht – Jesus. Das eine nicht vom andern zu trennen. Welch eine unvorstellbare Dimension liegt doch in diesen ersten paar Sätzen des Johannesevangeliums, welche Tiefe und welche Weisheit. Gottes unendliche Liebe zu uns war schon da, bevor er den ersten Menschen gemacht hatte. Sein personifizierter Heilsplan, Jesus, war bereits am Start, als er sprach „es werde Licht“. Jesus war das Wort [der Logos] und das Licht seit aller Ewigkeit und er wird es sein bis in alle Ewigkeit. Er trägt die Welten und das Universum und genauso trägt er auch dich und mich durch das Wort [Logos] seiner Kraft.

      „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen; dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.“ (Hebräer1:1-4)

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