12.August 2016 (Das gesprochene oder gehörte Wort Gottes)

    • 12.August 2016 (Das gesprochene oder gehörte Wort Gottes)

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      Das gesprochene oder gehörte Wort Gottes


      Ich will aber dafür Sorge tragen, daß ihr euch auch nach meinem Abschied jederzeit diese Dinge in Erinnerung rufen könnt. Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden [oder Fabeln] gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!« Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. (2.Petrus 1:15-18)

      Logos in der Bibel sind Worte, die ursprünglich vom Thron Gottes kommen, also göttlich sind, die Jesus gelebt und gepredigt hatte und die vom Heiligen Geist mit Kraft erfüllt und so lebendig gemacht wurden und werden. Es werden also, wie es im Griechischen oft vorkam, keine erdachten Dinge oder Fabeln berichtet, sondern das Wort kam direkt von Gott und berichtete über Gott und göttliche Dinge. (Inspiration - Eingebung) Es ist wichtig, dass gerade das Wort Logos für die christliche Botschaft, das Evangelium zur Errettung der Verlorenen, gebraucht wird. Dadurch bekommt es die Bedeutung einer gesprochenen Botschaft; man kann sie sich nicht aus Büchern aneignen, wie es die Pharisäer und Theologen glauben sondern sie muss von Mensch zu Mensch vermittelt werden und gerade darin liegt die eigentliche Kraft der Botschaft. Die christliche Botschaft muss mehr durch ein lebendiges Beispiel als durch das gedruckte Wort, das es ja erst seit dem Mittelalter gibt, verbreitet werden. Wenn diese Worte, die ursprünglich vom Thron Gottes kamen und die Jesus verkörpern, vom Heiligen Geist mit Kraft erfüllt werden, dann ist die Aufgabe in diese Worte hineingelegt worden, etwas zu bewirken und dies wird durch unsere ausgesprochene Verkündigung, also unser Zeugnis, wie es die Schrift nennt, freigesetzt und wird dadurch zum Logos.

      Um diese Aussage biblisch zu untermauern hier einige Bibelstellen, die wir nicht einfach überfliegen sollten, sondern wirklich wie Essen und Trinken in uns aufnehmen sollten:

      „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Markus 16:15)

      „Verkündige den Logos [Übers: das Wort], tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden. Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!“ (2.Timotheus 4:2-5)

      „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben«.“ (Römer 1:16+17)

      „Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben.“ (1.Korinther 1:21)

      „Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ (Matthäus 7:28+29)

      Es gibt noch sehr viel mehr Bibelstellen, die diese Lehre über den Logos bestätigen, ich möchte hier nur noch eine ins Gedächtnis rufen:

      „Und sie haben ihn überwunden [ Satan, den Verkläger] um des Blutes des Lammes und um des Wortes [Logos] ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!“ (Offenbarung 12:11)

      Hier lernen wir eine weitere Dimension oder Aufgabe des Logos, des erlebten und gepredigten Wortes, das ursprünglich aus Gottes Mund kommt und das wir im Glauben aussprechen oder, wie es hier heißt, bezeugen. Dieser Logos hat die Kraft, den Feind zu überwinden, sobald er ausgesprochen ist. Jesus selber hat uns das Beispiel gegeben, als er in der Wüste vom Teufel versucht wurde. Er schleuderte dem Feind das Wort Gottes, den Logos, hörbar entgegen (Matthäus 4:1-9). Ich habe während den bisherigen Jahren meines Jüngerseins nichts gefunden, was so effektiv die Kraft Gottes in unserem Alltag freisetzt. Ich bin davon überzeugt, dass jeder, der Gottes Wort auf diese Weise bewusst ausspricht, also proklamiert, wodurch das Wort zum Logos wird, die gleiche Erfahrung machen wird. Wir überwinden Satan, indem wir persönlich bezeugen, was das Blut Jesu gemäß Gottes Wort für uns tut. Wir bezeugen dies indem wir es aussprechen bzw. wie Jesus dem Feind dieses „Es-steht-geschrieben“ entgegenschleudern, wohl wissend, dass dies nicht nur von Menschen, sondern auch von den guten wie auch von den bösen Mächten in der Himmelswelt gehört wird. Gott selbst dachte sich am Anfang nichts aus, was dann geschah. Er sprach es aus und es geschah wie wir in 1.Mose 1 (aber auch in vielen andern Stellen) lesen können. Vergessen wir niemals: Das Wort aus dem Munde Gottes ist eine Person und die heißt Jesus. Ein andere Name für Jesus ist „das Wort Gottes“ [Logos]:

      „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt »Der Treue und der Wahrhaftige«; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: »Das Wort [Logos] Gottes«.“ (Offenbarung 19:11-13)

      Wenn wir zu Johannes 1 zurückkommen, stellen wir jetzt fest, dass die Übersetzung der deutschen Bibeln irreführend oder zumindest sehr unglücklich, wenn auch grammatikalisch richtig ist. Am besten und eindeutigsten steht diese Passage in der Neuen Genfer Übersetzung, die auch sprachlich bezeugt, dass Jesus und Gott eins sind und dadurch Jesus verherrlicht:

      „Am Anfang war das Wort; das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Der, der das Wort ist, war am Anfang bei Gott. Durch ihn ist alles entstanden; es gibt nichts, was ohne ihn entstanden ist. (Johannes 1:1-3)

      Paulus drückte dasselbe mit andern Worten und noch umfassender aus:

      „Dieser [Jesus Christus] ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm.“ (Kolosser 1:15-17)


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