15. März 2016 (Die Macht, die sich selbst vertuscht)

    • 15. März 2016 (Die Macht, die sich selbst vertuscht)

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      Die Macht, die sich selbst vertuscht

      Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. (Johannes 8:44)

      Es gibt viele verschiedene Täuschungsmöglichkeiten und wenn wir ein wenig die Augen und Ohren offenhalten, können wir unschwer erkennen, dass Macht, Politik, Finanzsysteme, Parteiprogramme usw. darauf aufgebaut sind und dass in der sog. Globalisierung, was Manipulation betrifft, für die sogenannten Eliten ungeahnte „magische“ Möglichkeiten liegen. Leider betrifft das nicht nur die „sekuläre“ Welt, sondern auch die „geistliche“, besser gesagt „religiöse“. Ich möchte sogar soweit gehen, zu behaupten, dass das Praktizieren dieser Techniken selbst eine „Religion“ darstellt.

      Ich habe vor meiner Wiedergeburt selbst in dieser „magischen Welt“ gelebt – und zwar bewusst, deshalb weiß ich sehr genau, worüber ich hier schreibe. Als etwa 25 jähriger ging ich damals an einem Bücherladen vorbei und mein Blick fiel „zufällig“ auf ein Taschenbuch mit dem Titel „die Kunst, ein Egoist zu sein“. Ich kaufte es, las es und wurde dadurch ein wenig dahin geführt, wie man das bekommt, was man möchte, denn dem Egoisten steht das ja auch zu, wurde vom Verfasser Kirschner immer wieder betont. Dadurch wurde ich für den Band 2 sensibilisiert: „Manipulieren, aber richtig“ und hier lehrte der Verfasser, wie das in der Praxis umzusetzen ist. Ich lernte, wie es möglich ist, durch Veränderung von ein paar Gegenständen im Raum beim jeweiligen gegenüber einen (meist verunsicherten) Gefühlszustand zu erzeugen, lernte Körpersprache bewusst wahrzunehmen und den eigene Körper gezielt einzusetzen, um dem Gesprächspartner ohne dass er es merkte, Dinge zu suggerieren. Diese Technik konnte ich später noch ausbauen, indem ich lernte, durch meine Augen Menschen zu manipulieren, das wurde mir unter anderem von Scientologen gelehrt. Das waren alles nonverbale Methoden, aber heute weiß ich, dass sie bei mir der Einstieg in die Lügenwelt Satans sein sollten, denn im Gegensatz zu den genannten Techniken braucht Lüge die Sprache des Menschen. Vielleicht könnt ihr jetzt ermessen, wozu das „Gendern“ also die Veränderung unserer Sprache in Wirklichkeit führen soll. Richtig, sie soll den Lügen einen noch größeren „Spielraum“ verschaffen.

      Nicht dass ich davor nicht gelogen hätte. Klar – hatte ich und wenn man den seriös erscheinenden Statistiken glauben kann, dann befand ich mich im vollkommenen Einklang mit dem Durchschnittsmenschen, der pro Tag (je nach Kommunikationshäufigkeit) 2 – 10 mal angeblich lügt (die Statistik, die zur Zeit im „christlichen“ Internet herangezogen wird und die von 200 Lügen am Tag spricht, gibt es nicht, sie ist eine Erfindung der superfrommen Moralisten, die durch Wiederholung und Verbreitung dieser Lüge versuchen, die Christenheit zu manipulieren). Und natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen dabei, denn ich wurde erzogen, dass man das nicht darf und auch entsprechend körperlich gezüchtigt, wenn mich meine Eltern bei einer Lüge ertappt hatten. Aber das änderte sich dann im Zug meiner Manipulationspraxis damals und ich log eigentlich fast nur noch. Ich war überzeugt davon, dass es intelligente Menschen gab, die logen (Politiker, Geschäftsleute, Manager etc.) und blöde Menschen, die das nicht taten und die ich deshalb zu den "Loosern" zählte. Mein Gewissen stumpfte in diesem Bereich dabei immer mehr ab und irgendwann wusste ich selbst nicht mehr, ob ich log oder die Wahrheit sagte. War ja auch nicht wichtig damals, denn ich wusste zu der Zeit bereits, dass eine Lüge immer mehr zur gefühlten Wahrheit wird, je öfter man sie wiederholte.

      Im finanziellen Bereich klappte das mit dem Manipulieren bei mir nicht, das lag aber nicht daran, dass ich die Techniken nicht beherrscht hätte, sondern daran, dass ich keine besondere Liebe zu Geld entwickeln konnte. Nach der Scheidung von meiner Frau im Alter von knappen 30 Jahren dann nutzte ich diese Techniken äußerst erfolgreich, um jede Frau – wie man so sagte - „flachzulegen“, die ich wollte. Egal ob Mauerblümchen, graue Maus, Unternehmerin oder Hausfrau, verheiratet oder nicht, Hetero, Bisexuelle oder Lesbe, ich bekam sie alle, wenn ich es nur fest genug wollte. Gleichzeitig hatte ich meinen sogenannten „Freundeskreis“ fest im Griff. Ich dachte, sie lieben und bewundern mich, aber heute weiß ich, dass es pure Angst vor mir war, die sie zwang, sich mir gegenüber loyal zu verhalten.

      Alles, was ich damals durch Manipulation und Lügen erreicht hatte, schrieb ich mir selbst und meiner Genialität zu. Das änderte sich dann, als mir im Zuge meines „Machtausbaus“ ein Buch in die Hände fiel. Es war Alister Crowleys Werk, einem Hochgrad-Freimaurer des „Golden Dawn“ und Satanisten: „Das Buch der Lügen“. Ich las es und war auf irgendeine Art fasziniert davon, obwohl ich es beim ersten Lesen nicht wirklich verstanden hatte, aber mir wurde klar, dass nicht ich der Urheber meines Erfolgs war, sondern Satan persönlich. Davor interessierte er mich nicht sonderlich, denn ich war überzeugt davon, dass er eine Erfindung der Kirche sei, um dadurch ihre eigene Macht zu stärken, aber nach dem Studieren dieses Buchs, war mir vollkommen klar, dass er existiert und mir „freundschaftlich“ seine Hand reichen wolle. Der nächste Schritt war, dass ich mir die Tarotkarten Crowleys kaufte und war fasziniert. Ich brauchte die Erläuterung der einzelnen Karten nicht zu lesen, sie wurden zu Lebewesen, die zu mir sprachen. Ich taxierte meine Mitmenschen und traf meine Entscheidungen anhand dieser Karten und mithilfe des Pendels. Das gab mir noch mehr Macht, Kontrolle und Sicherheit und je mehr ich davon hatte, um so gieriger wurde ich nach noch mehr.

      Es kam dann der Punkt, wo ich mit bestimmten Ritualen beginnen sollte, aber da hatte ich noch eine gewisse Hemmschwelle und kurz bevor ich die dann auch noch überschritten hätte, führte mich Gott in einen Gottesdienst, in dem ich mich seiner liebenden Macht total unterwarf und ein völlig neues Leben aus seiner Hand empfing. Es folgte der Prozess aus dieser Lügenwelt, in der ich gefangen war und ich durfte erleben, wie dieses „Licht“, von dem ich in diesem Gottesdienst berührt worden war, Stück für Stück die Lügen in meinem Leben beleuchtete, zuerst die großen, dicken, dann die kleineren, dann die Halbwahrheiten, die sogenannten Notlügen , immer tiefer und tiefer und je tiefer ich in die Wahrheit eindringe, um so mehr erkenne ich, wie viel Reinigung ich noch brauche.

      Als ich damals in diesen Gottesdienst kam, hatte ich ein gutes Gewissen. Ich hatte immer Streit geschlichtet, niemanden materiell betrogen oder bestohlen (außer Institute wie Versandhäuser, Banken etc.), hatte niemanden umgebracht und auch nicht vorsätzlich verletzt und hätte mein letztes Hemd für einen meiner Freunde gegeben. Ich sah mich demzufolge als guten Menschen. Selbst die ganzen Frauengeschichten erschienen meinem Gewissen als eine Art soziales Engagment, denn ich nahm mich als jemanden wahr, der ihnen das gab, was sie ja – meiner damaligen Ansicht nach - insgeheim alle wollten und das konnte ja nichts Schlechtes sein. Aber in Wahrheit bestand mein Gewissen zu diesem Zeitpunkt der Errettung nur noch aus wenigen Fragmenten und der Heilige Geist knüpfte geduldig die Maschen dort in den nächsten Jahren neu. Enger und enger. Heute, rückblickend, beneide ich ihn nicht um diese Mammutaufgabe.

      Ich schreib euch das als Einstieg in dieses Thema „Manipulation im persönlichen Bereich“ als Zeugnis, dass sich hinter jeder dieser auch noch so „harmlosen“ Praktik satanische Mächte verstecken, und dass der Teufel sich meistens erst dann zu erkennen gibt, wenn er glaubt, uns sicher zu haben, wenn es also schon zu spät zu sein scheint, um wieder rückwärts zu gehen. Allerdings macht er in seiner Überheblichkeit immer wieder den Fehler, die Macht und die Liebe Gottes zu unterschätzen. Deshalb kann ich über mich persönlich nur sagen: „Mir ist Erbarmen widerfahren“. Ich bin Satan nicht von der Schippe gesprungen, sondern Jesus hat mich durch den Heiligen Geist von dieser Schippe heruntergeschubst, deshalb, aber nicht nur deshalb, gebührt auch ihm alle Ehre.

      „Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.“ (Offenbarung 22:14+15)

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