2.März 2016 (Die Massenmedien)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 2.März 2016 (Die Massenmedien)

      .

      Die Massenmedien


      Und es wurde ihm [dem zweiten Tier] gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. (Offenbarung 13:15)

      Die Art und Weise, uns zu verarschen, wie man umgangssprachlich sagt, wird im Fachjargon als „Meinungsmanagement“ bezeichnet und das bedient sich überwiegend der Medien, wobei es unter anderem darum geht, Fakten als Meinungen zu deklarieren. Man macht das, indem man die Darstellung eigentlich zusammenhängender Fakten dergestalt fragmentiert (in Bruchstücke zerlegt), dass der Sinnzusammenhang (z.B. geschichtliche Kontinuität) verloren geht. Oder man de-kontextualisiert Fakten, wodurch sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, der für ihr Verständnis zwingend erforderlich wäre, und macht sie so zu isolierten „Einzelfällen“ ohne moralische oder politische Konsequenz. Oder man re-kontextualisiert Fakten, wodurch diese in einen fremden Sinnzusammenhang eingebettet werden, der sie als etwas anderes erscheinen lässt, als das, was sie tatsächlich sind, so dass z.B. Folter und schwere Menschenrechtsverletzungen ihre natürliche Empörungsfunktion verlieren.

      Ein anderes Mittel ist die hartnäckige Wiederholung, denn die Psychologie hat festgestellt, dass der gefühlte Wahrheitsgehalt einer Aussage mit jeder Wiederholung gesteigert wird, selbst wenn man weiß, dass diese Aussage falsch oder unwahr ist. Das läuft automatisch in uns ab und wir können uns von Natur aus nicht dagegen wehren. Des weiteren wird gezielt das öffentliche Meinungsspektrum festgelegt und man bestimmt damit die Gruppenmeinung und insbesondere die Beurteilung dessen, was als „extrem“ anzusehen ist. Das funktioniert, weil wir dazu neigen, alle angebotenen Meinungen als gleichberechtigt anzusehen, um so mehr, je weniger wir uns in diesem Bereich auskennen. Wir integrieren dann gleichsam über das angebotene Spektrum und suchen automatisch die Wahrheit irgendwo in der Mitte, das heißt, wir meiden normalerweise die als „extrem“ angesehenen Ränder des beobachteten Meinungsspektrums, auch wenn dort tatsächlich die „richtige“ Meinung zu finden sein sollte.

      Nationen können mit Billigung und Unterstützung der Mehrzahl ihrer manipulierten Bürger schlimmste Greueltaten wie Folter, Massenmorde und Völkermord begehen und dennoch sind ihre Bürger davon überzeugt, dass diese Taten moralisch nicht verwerflich seien (Beispiel USA = 30.000.000 getötete Menschen in den letzten 70 Jahren). Wie kann so was sein? Die Antwort ist, dass das nur gelingt, wenn die Folgen dieser Greueltaten moralisch unsichtbar gemacht (also weggezaubert) werden. Wie nun macht man sowas?

      Man macht das in erster Linie dadurch, dass man Dinge abstrahiert, denn abstrakte Dinge lösen im Allgemeinen keine moralische Entrüstung aus. Das gilt unter anderem für strukturelle Gewalt, denn die bemerken wir sowieso kaum und deshalb ist es ein Leichtes, sie unsichtbar zu machen. Ein Beispiel ist die Meldung in der Zeitung, dass die Weltbank weltweit Menschenrechte verletze. Im Originaltext heißt es: „Bei von der Weltbank finanzierten Infrastrukturprojekten in Afrika werden Armutsviertel zum Teil ohne Vorwarnung niedergewalzt. Bewohner werden zwangsweise umgesiedelt oder obdachlos.“ Das berührt uns kaum, denn die Weltbank ist ein Begriff, wo sich niemand was Konkretes darunter vorstellen kann. - Schwieriger wird’s bei konkreten Dingen, beispielsweise Folter. Bei Folter gibt es einen realen Täter und sobald es einen realen Täter gibt, wird unsere natürliche Empörung viel eher angesprochen. Beispiel Usbekistan. Diese Land gilt als eine der schlimmsten Diktaturen der Welt, wo Folter und schwerste Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Dort wurde am 1. September 2015 ein Vertrag unterzeichnet, über dessen Inhalt die Öffentlichkeit nichts wissen soll. Diese Abkommen sichert der Bundeswehr die weitere Nutzung des Stützpunktes im usbekischen Termez für den Afghanistan-Einsatz. Über die Details der alten Vereinbarungen wie auch des nun unterzeichneten Änderungsprotokolls schweigt die Bundesregierung. Das Verteidigungsministerium lässt verlautbaren, dass die usbekische Seite „auf vertraulicher Behandlung bestanden hätte“. Was verschwiegen oder weggezaubert wird ist die Tatsache, dass auch die Bundesregierung von dieser „Vertrautheit“ profitiert, weil ein detaillierteres Bekanntwerden die Zusammenarbeit unserer Regierung mit einer der schlimmsten Diktaturen der Welt belegen würde. Es steht allerdings in der Presse, dass Usbekistan ein menschenverachtender Folterstaat ist, es steht in der Presse, dass Deutschland Folter in Usbekistan toleriert, es ist eigentlich ein Fall, wo man nach Sanktionen schreit. Aber was geschieht? Steinmeier trifft den Diktator und sagt anschließend vor der Presse: „Das muss man differenzierter sehen: Sanktionen sind kein Selbstzweck – mit Sanktionen würden wir Usbekistan nur vor den Kopf stoßen “. Ein interessantes Argument. Es verdeckt die Tatsache, dass die Duldung von Folter in Usbekistan zur deutschen Staatsraison (Streben nach Sicherheit und Selbstbehauptung, wobei dieser Zweck die Mittel heiligt) gehört und sorgt dafür, dass das Volk sich nicht empört. U.S. General McCrystal sagte 2010 warnend: „Der größte Feind unserer Machtbestrebungen ist die öffentliche Meinung“. Nun, das wusste Dr. Josef Göppels auch schon.

      Ich möchte das bisherige in einer Grafik zusammenfassen, damit wir erkennen können, wie das alles zusammenarbeitet:

      Auch die Werbung arbeitet nach diesen und ähnlichen Methoden. So prägte der Werbespruch: „Haste was – biste was“ durch ständige Wiederholungen eine ganze Generation, obwohl jeder instinktiv wusste, dass der Wert eines Menschen niemals vom Besitz abhängig gemacht werden kann. Wir wissen auch, dass Schulden keine Befreiung, sondern eine Last darstellen. Trotzdem glaubten viele dem Slogan der Raiffeisenbank „Wir machen den Weg frei“ und viele landeten in einer finanziellen Sackgasse. Oder aktuell weiß doch jeder, dass Neid, Geiz und Missgunst die eigene Persönlichkeit sowie Beziehungen zerstört. Trotzdem glaubt die jüngere Generation den Spruch „Geiz ist geil“ und hat begonnen, Geiz zu leben, weil die Kiddies diesen Spruch so oft gehört und gesehen haben, dass er inzwischen für sie zur (Pseudo-)Wahrheit geworden ist. Auch mit Schuld wird ganz gezielt gearbeitet. So verdankte es der Siegeszug von Lenor nicht der besten Qualität, sondern der besten Manipulation: „Siehst du, jetzt hast du ein gutes Gewissen“ - und drumherum glücklich spielende Kinder. Diese Art von Manipulation wird uns auch später im persönlichen Bereich wahrscheinlich mehr beschäftigen, als uns lieb ist.

      Viel wird auch über die Sprache manipuliert und damit sind wir wieder beim Turm zu Babel. Wenn in den Medien z.B. über eine Gruppe feiger, hinterhältiger Mörder berichtet wird, dann werden die Terroristen genannt, wenn sie sich gegen eine befreundete Regierung erheben. Kämpfen sie aber gegen ein verhasstes Regime, dann nennt man dieselbe Gruppe Freiheitskämpfer. Auf diese Art wurde auch von der Demonstration gegen den Bildungsplan vor drei Tagen berichtet, wo es zu Ausschreitungen seitens der Antifa-Gegendemonstranten gekommen war. Beide Gruppen wurden allerdings als Demonstranten bezeichnet ohne darauf hinzuweisen, dass die Demonstration der Bildungsplangegner angemeldet und genehmigt war, die Gegendemonstration nicht. Man vergaß im SDR auch zu erwähnen, dass seitens der Gegendemonstranten bereits im Umfeld viele Demonstranten gewaltsam an der Teilnahme gehindert wurden und auch dass zwei Reisebusse von linken autonomen Bildungsplanbefürwortern mit Steinen beworfen und beschädigt worden waren, wurde nicht oder nur am Rande berichtet. Erinnern wir uns ein paar Tage zurück, wie alle Medien empört von rechten Demonstranten berichteten, die zwei Reisebusse mit Flüchtlingen blockiert hatte. Bei den Linken in Stuttgart wurde diese weitaus gewalttätigere Aktion gegen zwei Busse und ihre Insassen höchstens als eine Art Kavaliersdelikt erwähnt.

      Die Römer hatten eine Spruch, der hieß „semper aliquid haeret“, was bedeutet: „Irgendwas bleibt immer hängen“. Getreu diesem Motto postete die (in Baden-Württemberg) Regierungspartei der Grünen einen Tag nach der oben genannten Demo in Stuttgart in Twitter ein Foto, das wütende, aggressive Männer zeigte, die Plakate der Stuttgarter Demonstranten hoch hielten. Ein Leser entlarvte das Foto als Fotomontage, die Grünen entschuldigten sich pro forma über den „Lapsus“, der ihnen da angeblich passiert wäre und löschten das Foto wieder. Aber bis dahin hatten schon Tausende das Foto mit eigenen Augen gesehen und sind so überzeugt, dass die Menschen, die gegen Frühsexualisierung unserer Kinder und Genderwahn demonstrierten, keine besorgten Väter und Mütter sondern aggressive Fundamentalisten sind. Alles Mittel, um die Öffentliche Meinung zu manipulieren.

      Das gendern unserer Sprache bringt uns wieder in Nimrods Babel zurück. Das braucht nicht zu wundern, denn das Eropaparlament tagt ja in einer Nachbildung des babelschen Turmes. Das gendern, also die Sprachmanipulation, die man „Political Correctness“ nennt, geht nicht von den einzelnen Regierungen aus, sondern von den USA und Brüssel. Und sie hat weitaus größere Dimensionen als uns mit Hilfe der Fragmentierung sichtbar gelassen wird. Aber darüber wollen wir uns morgen Gedanken machen.

      Wenn der eine oder andere jetzt sagt: „Na ja – ich bin Christ, mich interessieren diese weltlichen Dinge doch gar nicht!“, dann ist der bereits ein Teil dieser verblödeten, schweigenden Masse, deren über viele Generationen vorangetriebene Erzeugung durch Dauermanipulation kurz vor dem Endprodukt, der Geburt steht. Ich persönlich bin geneigt, die Aussage Paulus auch dahingehend zu interpretieren, der der Gemeinde in Thessaloniki schrieb:

      „Wenn sie sagen werden: Es ist Friede [weil alle gleichgemacht wurden (Anmerkung Admin)], es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.“ (1.Thessalonicher 5:3)

      .