5.Februar 2016 (Wohnheim oder Thronsaal Jesu?)

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    • 5.Februar 2016 (Wohnheim oder Thronsaal Jesu?)

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      Wohnheim oder Thronsaal Jesu?

      16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.
      17 Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so daß ihr nicht das tut, was ihr wollt.

      18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet,so seid ihr nicht unter dem Gesetz.(Galater 5:16-18)

      Paulus führt mit seiner Aufforderung: „Wandelt im Geist“ keine neue Form, keine neue Regel ein, sondern er erinnert an einen Weg, den Weg des Glaubens, den Weg der Nachfolge Jesu, den Weg des Vertrauens und der Liebe. Er will die Galater auf den Weg zurückführen, den sie durch ihre Gesetzlichkeit verlassen haben. Nochmals: Er fragt die Christen in Galatien nicht danach, ob sie den Heiligen Geist haben - das war für ihn keine Frage! - oder wie viel Heiligen Geist sie haben. Er fragt danach, ob der Heilige Geist ihr Leben bestimmt. Paulus fragt danach, wer im Leben das Heft tatsächlich in der Hand hat, wer das letzte Wort hat, wer treibt und beschleunigt und wer von Zeit zu Zeit unsere oftmals ungeduldigen Aktionen bremst, wer nicht theoretisch, sondern ganz praktisch unser Leben in der Hand hat. Ist es unser „ICH“ und damit letztlich das Lustprinzip, unsere Triebe, unser „ES“ wie der Vater der Psychoanalyse Siegmund Freud es nannte? Oder ER und damit der Heilige Geist, der zugleich ja auch der Geist Christi ist und damit die Gesinnung Jesu widerspiegelt?

      Wer bestimmt unser Leben?

      In den folgenden Versen zeigt Paulus durch die Werke des Fleisches einerseits (Verse 19-21) und die Früchte des Geistes andererseits (Verse 22-23) auf, dass man an dem, wie wir leben erkennen kann, wer uns bestimmt.

      „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ (Matthäus 7:20)

      Dies ist also nicht nur eine Erkenntnis des Paulus, sondern dasselbe hat auch Jesus gelehrt. Anhand unseres Lebensstils wird deutlich, wer uns bestimmt: Unser Fleisch oder der Heilige Geist! Wie unterschiedlich das aussieht, wenn uns unser Fleisch oder aber der Heilige Geist bestimmt, macht Paulus in den nächsten Versen deutlich und damit werden wir uns in den nächsten Andachten beschäftigen. Für jetzt und heute ist wichtig: Wir stehen ständig in dieser Auseinandersetzung wer jetzt und heute das Sagen in unserm Leben hat: Ich oder ER? Wer bestimmt heute? Lass ich mich von meiner Seele treiben oder vom Heiligen Geist bestimmen? Geht es um mein Reich oder um SEIN Reich? Welches Gebet lebe ich heute: DEIN Wille geschehe oder mein Wille geschehe? Ob der Heilige Geist uns bestimmt, oder ob es nach unserm eigenen Kopf geht, lässt sich nicht gefühlsmäßig beantworten, sondern nur durch die Art und Weise, wie wir leben.

      Der Heilige Geist ist der Geist Jesu Christi. Wenn er uns bestimmt, leben wir genauso wie Jesus es uns vorgelebt hat. Er hat das Ziel seines Lebens in Markus 10:45 beschrieben:

      „Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

      Der Heilige Geist ist der Geist des Dienens. Jesus hat seinen Jüngern die Füße und nicht den Kopf gewaschen. Jesus hat sich hingegeben. Sein ganzes Leben war ein Dienen bis hin zum Kreuz! Daran ist der Heilige Geist erkennbar: An unserem Dienen, am für die meisten unattraktiv aussehenden Weg. Nicht nehmen, sondern geben. Nicht herrschen, sondern dienen. Es ist der Weg der Demut und nicht des Stolzes. Es ist der Weg dem anderen zu seinem Recht zu verhelfen und nicht der Rechthaberei. So hat es Jesus seinen Jüngeren und uns immer und immer wieder gesagt:

      „Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Markus 8:34)

      Wer Jesus wirklich nachfolgen will, muss sich und seine Wünsche hinten anstellen, sein Kreuz auf sich nehmen, also den alten, kontrollgeilen Menschen täglich kreuzigen und seinen Weg hinter Jesus hergehen.

      „Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wißt, daß diejenigen, welche als Herrscher der Heidenvölker gelten, sie unterdrücken, und daß ihre Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht. Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld3 für viele.“ (Markus 10:42-45)


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