1.Februar 2016 (Glaubensschritte)

    • 1.Februar 2016 (Glaubensschritte)

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      Glaubensschritte

      Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. (2.Korinther 3:17)

      Bevor wir in die Praxis gehen, sollten wir uns noch eine weitere Bibelstellen anschauen. Sie steht in Apostelgeschichte 12:

      „So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet. Als nun Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis. Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Raum. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Umgürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und [jener] spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir! Und er ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah, sondern er meinte ein Gesicht zu sehen. Als sie aber durch die erste und die zweite Wache hindurchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und dieses öffnete sich ihnen von selbst. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit, und mit einem Mal verließ ihn der Engel. Da kam Petrus zu sich und sprach: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich errettet hat aus der Hand des Herodes und von allem, was das jüdische Volk erhoffte! (Vers 5-11)

      Als Petrus durch den Engel befreit wurde, hatte er geschlafen und so wusste er nicht, ob er das jetzt real erlebte oder nur träumte. Aber er glaubte und gehorchte dem Engel. Der trug ihn nicht aus dem Gefängnis, sondern gehen musste Petrus alleine. Der Engel öffnete die Türen, aber Petrus musste sie auch benutzen, um in Freiheit zu gelangen. Wie viele Christen bleiben aber in ihren Gefängnissen, obwohl sie befreit sind. Diese Befreiung fand bereits am Kreuz statt und gilt jedem Wiedergeborenen . Gerade bei Ängsten, Zwängen und daraus resultierenden psychischen und physischen Krankheiten rennen die Gläubigen von Heilungsprediger zu Heilungsprediger, von Seminar zu Seminar, von einem fürbittenden Heilungs- und Befreiungsgebet zum nächsten, aber es ändert sich nichts. Warum? Jesus ist kein Lügner und wenn er sagt, dass er gekommen ist, um die Gefangenen zu befreien (Lukas 4:18), dann ist er auch dazu gekommen und diese Aktion war am Kreuz erledigt, als er sprach: „Es ist vollbracht“. Christ werden bedeutet Erneuerung, nicht Veränderung (Offenbarung 21:5). Am Kreuz wirkt Gott das Wunder der Erneuerung, wenn wir uns dort gegen die alten Denk - und Verhaltensmuster entscheiden und unser altes Wesen loslassen und sterben lassen (1.Korinther 15:31).

      Zu allen Zeiten hat Gott uns Menschen gerufen: Komm zum Kreuz! Zerbrich am Kreuz! Gib deinen Stolz, deinen Geltungsdrang, deine Forderungen, Bindungen, Zwänge und Ängste auf und empfange dafür ein neues, erfülltes, freies und sinnvolles Leben aus der Gnade und Liebe des Vaters. In Wirklichkeit ist das kein Opfer unsererseits, wie uns der Feind immer wieder einredet. Es ist ein phantastischer Tausch, bei dem wir unendlich viel gewinnen! Voraussetzung ist, dass ich wirklich glaube, dass Jesus das für mich persönlich getan hat, das Gefängnis verlasse und mutig heraustrete und mich auf den Weg in die Freiheit mache. Wie Petrus es tat, indem er sich mit dem Mantel umgürtete (vergl. Epheser 6:14), die Schuhe angezogen hatte (vergl. Epheser 6:15) und hinter dem Engel herlief, so können wir an der Hand Jesu aus jedem Gefängnis kommen. Aber gehen müssen wir selbst. Jeder Schritt erfordert die Entscheidung ihn auch zu gehen. Der Teufel wird sagen: „das schaffst du nie. Die Ketten kannst du nicht zerreißen und die Kerkertüren nicht öffnen.“ Unsere Antwort sollte sein: „Stimmt, aber Jesus hat durch sein Blut die Ketten gesprengt und er ist es, der mir jede Tür bereits geöffnet hat, mag sein, dass diese Türen verschlossen aussehen, aber sie sind es nicht und ich gehe auch nicht in meiner Kraft, sondern in der Kraft dessen, der dir bereits den Kopf zertreten hat. Ich widerstehe also deinen Forderungen und du musst jetzt von mir fliehen, denn so steht es geschrieben (Jakobus 4:7).“

      Jeder dieser Schritte ist eigentlich eine Bestätigung dessen, was wir in der Taufe erlebt haben.Wenn du noch nicht getauft bist, dann solltest du das unbedingt tun! Christen sollten auf keinen Fall auf diese Hilfe zur Gewissheit verzichten, dass unser Ankläger keine Anrechte mehr auf uns hat und uns somit nicht länger anklagen kann. Und du sollten keinesfalls auf diesen bewussten Schritt verzichten, das alte, aus eigener Kraft geführte Leben bewusst loszulassen und sich für ein neues Leben aus der Gnade Gottes zu entscheiden. Jeder Christ sollte im Brustton der Überzeugung sagen können: "Ja, ich bin getauft! Ich gehöre Gott! Die Sünde und der Teufel haben kein Anrecht mehr auf mich!" Nicht umsonst sagt uns die Bibel ganz klar:


      "Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden" (Markus 16:16)

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