29.Januar 2016 (Das Gesetz der Freiheit)

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    • 29.Januar 2016 (Das Gesetz der Freiheit)

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      Das Gesetz der Freiheit


      Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. (Jakobus 1:22)

      Diesen Satz des Jakobus dürfen wir nicht auf frommen Aktivismus, also gute Werke reduzieren. Er bedeutet, dass das gehörte oder heutzutage auch gelesene Wort Gottes in unserm Herzen ankommen muss und nicht in unserm Verstand hängen bleiben soll. Mit dem Verstand zu glauben anstatt mit dem Herzen, das ist es, was Jakobus Selbstbetrug nennt und wenn wir die Vorsilbe „selbst“ lesen, haben wir bereits eine Vorstellung, wer in Wahrheit dahinter steckt.

      De meisten Menschen – mich eingeschlossen- haben es sich zur Gewohnheit gemacht, hin und wieder in den Spiegel zu schauen, spätestens, bevor sie aus dem Haus gehen. Das bedeutet normalerweise nicht, dass man eitel wäre, sondern man sieht dort Dinge, die einem ansonsten verborgen bleiben, z.B. dass man noch Rasierschaum hinterm Ohr hat, einen Popel an der Nase, einen Schokoladenkrümel zwischen den Schneidezähnen, eine Suppennudel am Bart oder, oder...und dieses im Spiegel Erkannte bringt uns dann dazu, diese Dinge auch aktiv zu entfernen. Im geistlichen Bereich machen wir das oftmals nicht. Anstatt auf das Wort Gottes zu reagieren, das ja ein Spiegel für uns ist, glauben wir dem Teufel, der uns sagt: "Das gehört zu dir, das kannst du eh nicht ändern." Oder er sagt: "Genau das richtige Wort für Bruder X oder Schwester Y, dich betrifft das ja nicht." Jakobus führt hier weiter aus:

      „Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.“ (Jakobus 1:23-25)

      Unsere Freiheit ist ein Geschenk Jesu, das wir im Glauben und an uns reißen müssen, denn Glaube, der keine Werke hervorbringt (also keine Konsequenzen in meinem Leben hat), ist tot, wie Jakobus an anderer Stelle sagt:

      „Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.“ (Jakobus 2:14-17)

      Mit anderen Worten sagt uns Jakobus: Theoretischen Glauben gibt es nicht. Entweder er wird praktisch, oder er ist tot. Keiner der Glaubenshelden der Bibel lebte einen theologisch theoretischen Glauben und auch bei uns kann sowas nicht funktionieren. Das ist das „Gesetz der Freiheit“, von dem Jakobus spricht (Jakobus 1:24). Diese Freiheit von allen Ketten Satans wurde am Kreuz von Jesus für uns freigekämpft, aber sie wird uns nicht einfach übergestülpt, sondern wir müssen sie im Glauben ergreifen und das hat immer gewaltige Auswirkungen auf unser Leben, wie wir anhand der Beispiele in Hebräer 11 erkennen können. Sind diese Auswirkungen bei uns nicht da, ist das ein Zeichen, dass wir diese Freiheit zwar bekommen, aber nicht im Glauben angenommen haben.

      „Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.“ (Jesaja 61:1)

      Jesus hat diese Prophetie Jesajas in Lukas 4:18 zitiert und schließt mit den Worten:

      „Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!“ (Lukas 4:21)

      Würden wir das wirklich nicht nur theoretisch, sondern praktisch als Täter des Wortes glauben, wären unsere Kirchen und Gemeinden eine mächtige und siegreiche Armee Gottes. Da wir es aber nur theoretisch glauben, gleichen sie eher einem Lazarett.

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