Wer vergibt, heilt auch sich selber!

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      Wer vergibt, heilt auch sich selber!


      Heute möchte ich Zeugnis abgeben über meine eigene Erfahrungen was Stolz angeht, und zwar mein eigener!

      Vor über zwei Jahren hat meine christliche Arbeitskollegin ihre Gesellenprüfung bestanden, danach wurde sie auf eigenen Wunsch nur noch mit 20 Stunden eingestellt. Da ihr Mann ausreichend verdient und ihre Familie ständig etwas "zubuttern" konnte sie sich das leisten. So sah dann ihr Dienstplan nur Dienstag und Donnerstag als Arbeitstage vor, der Rest war Freizeit- abgesehen von ein paar Samstagen.

      Da ich nicht der glücklichste Mensch mit meinem Arbeitsplatz bin, wurde mir das ein Dorn im Auge. Warum kann sie zu Hause bleiben und ich muss hier arbeiten bin Abend!? Warum hat sie so viel Freizeit und nicht ich!? Fragen des Neides quälten mich tagaus tagein. Dies führte zu Frust und Zorn. Ich war bitterlich neidisch und mein Stolz wurde stark torpetiert- ich glaubte durch jahrlanges Arbeiten (ich bin 12 Jahre älter als sie) hätte ich das eher mal verdient ein wenig Pause zu machen.

      Ich wurde immer unverzeihlicher und konnte diese Situation nicht an Gott abgeben.Wie ein Krebsgeschwür frass sich der Neid in mich und ich konnte mit meiner Kollegin nicht mehr sprechen, ich wich ihr aus und hasste sie aus tiefster Seele. Ich konnte nicht verstehen, wie sie als Christ die Seele baumeln lassen konnte zu Hause, während ich ihre Arbeit mit machen musste.

      Zeitgleich als es mit dem Neid begann, bekam ich Wassereinlagerungen in den Beinen. Meine Beine schmerzten täglich, brannten wie Feuer. Kein Arzt konnte an den Venen, Blase, Niere, Venenklappen oder Lymphdrsen etwas feststellen. "Leben sie damit!", meinte die Ärztin und das steigerte meinen Frust noch mehr! Ich hatte Anfangs nicht das Gefühl, dass dies in Verbindung mit der Bitterkeit steht, aber es wurde mir täglich klarer: Ich stellte mich, triefend vor Stolz, Neid, Bitterkeit und Überheblichkeit permanent über meine Kollegin. Ich machte Gott sehr traurig, weil er meine Kollegin liebt, und mich auffordert, das selbe zu tun. Ich habe mich nicht nur einmal versündigt, sondern gegen Gott und meine Kollegin.

      Ich betete mit meinem lieben Mann (der sich meinen Zorn 2 Jahre lang anhören musste), dass ich die Kraft finde, mit meiner Kollegin zu reden, ihr alles beichte und um Vergebung bitte. Das Ganze ist dann auch geschehen und ich habe mich meiner Kollegin anvertraut, habe ihr meine ganzen Hässlichkeiten gebeichtet und sie hat mir vergeben!

      Seit diesem Tag geht es mir um einiges besser, die Beinschmerzen sind komplett weg und ich habe ein freies Herz für meine Kollegin. Sie ist jetzt schwanger und freue mich riesig mit ihr auf das Baby, ohne Neid und ohne Hintergedanken- das ist ein riesen, mega Geschenk was mir Gott gemacht hat. Er hat Vergebung, Versöhnung und Heilung fliesen lassen!!!

      Aber erschreckend ist eben auch, wieviel in einem selber noch versteckt ist, danken wir dem heiligen Geist, dass er es hoch ans Licht holt! MIR hat es aber auch wieder einmal gezeigt, wie Satan arbeitet, er nimmt deine noch so kleinen hässlichen Gedanke und kann daraus eine Riesen Zerstörungenswelle machen, für dich und andere.

      Froh macht mich dennoch, dass uns dies auch zum Besten dienen soll und ...


      Danke Vater, auch für deine Geduld mit mir!!!! :love:

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      Danke Juli.

      Ich weiß noch, wie wir am Telefon über diese Wassereinlagerungen in den Beinen geredet haben und wie wir im Laufe des Gesprächs auch auf deine Kollegin zu sprechen kamen. Du hattest im gemeinsamen Gebet Vergebung ausgesprochen, aber ich spürte, dass dein Herz das eigentlich nicht wollte. Aber trotzdem war nach meiner Einschätzung dieses Gebet der Beginn des Eingreifen Gottes in deine Situation. Er nahm nicht, wie wir es erhofft hatten, das Wasser aus deinen Beinen, sondern begann an diesem Punkt an deinem Herzen zu arbeiten. Du hast Vergebung ausgesprochen und Gott begann Versöhnung in einem Reinigungs- und Beschneidungsprozess in dein Herz zu legen und es so zu verändern. Das ist seine Liebe und Gnade. Gott hat deine Gebete, was die Wassereinlagerungen betrifft, erhört, allerdings anders und noch viel wunderbarer als wir es erhofft hatten.

      Ihm sei alle Ehre.


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